Basketball 

Mit alten Stützen und jungen Füchsen

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Die TV Hersfeld Titans vor der Saison 2019/2020. Stehend von links: Berkan Kaya, Selim Sahin, Mihailo Zivkovic, Chris Okoli, Marcel Schmied, Maxim Rotmann, Janus Bubula, Daniel Jede, sitzend von links: Trainer Alai Barite, Yassin Alkulani, Noor Rasuli, Matteo Eiden, Jonas Ramadanovic, Vitali Jede, Dogukan Kasim. 

Die Basketballer des TV Hersfeld erwarten heute im ersten Heimspiel der Bezirksliga ACT Kassel. 

Bad Hersfeld –Wie in jedem Jahr werden ab Mitte September in den Hallen wieder fleißig Körbe geworfen und so starten auch die Hersfelder Basketballer an diesem Wochenende in die Saison. Insgesamt gehen die TV Hersfeld Titans mit vier Mannschaften ins Rennen, neben drei Jugendteams (U18, U14, U10) tritt wie gewohnt eine Herrenmannschaft an.

Das Herrenteam ist das Aushängeschild und beim Bezirksliga-Auftakt am heutigen Samstag gleich vor eigenem Publikum gefragt. Ab 20.30 Uhr trifft es auf die ACT Kassel VI - da die Geistalschulturnhalle aktuell nicht genutzt werden kann, wird das Spiel in der Geistalhalle ausgetragen.

Sonderlich viel will Trainer Alai Barite vor der heutigen Partie nicht sagen, doch er verrät, dass der Gegner vermutlich nicht zu den Titelaspiranten zählt: „Borken wird wieder eine Rolle spielen und Fulda hat sich klar verstärkt. Und auch dem KSV Baunatal traue ich nach dem Aufstieg einiges zu.“ Geht es um sein eigenes Team, hält er sich dagegen mit großen Kampfansagen zurück: „Ein Platz im Mittelfeld“, sagt er knapp, damit wäre er am Ende zufrieden.

Dabei hat Barite eigentlich wenig Grund zur Sorge, denn sein Team wirkt stärker als zuletzt. Zu den Stützen des vergangenen Jahres ist mit Daniel Jede ein erfahrener Akteur hinzugekommen: Jede ist nach langem Auslandsaufenthalt zurück in Bad Hersfeld und schlüpft zumindest vorübergehend ins Titans-Trikot. Außerdem sind einige Spieler aus der Jugend in den Herrenbereich aufgerückt, für die der Trainer nicht nur positive Worte findet, sondern von denen er sich auch einiges verspricht. Mihailo Zivkovic, um ein Beispiel zu nennen, habe in Serbien früher in der Nachwuchs-Nationalmannschaft gestanden und Eric Echtermeyer spiele zwar erst seit vergangenem Jahr, sei aber „ein echtes Juwel“.

Dennoch, gibt Barite zu, gebe es nicht nur Positives zu berichten. Die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung sei mäßig gewesen und das Team habe durchaus einige Schwächen: Beispielsweise die Körpergröße, denn der Hersfelder Kader ist im Durchschnitt eher klein, oder auch die mäßige Trefferquote bei Würfen aus der Mitteldistanz oder an der Freiwurflinie. Optimistisch stimmt den Trainer dagegen, dass alle Spieler momentan verletzungsfrei sind. Davon würde man aktuell profitieren – und auch darüber hinaus habe das Team seine Stärken.

Weit vorn im Vergleich zur Konkurrenz liegen die Titans vermutlich bei Schnelligkeit und Kondition. Genau dies wollen sie auch möglichst schon heute für sich nutzen - und im ersten Spiel der neuen Saison bereits die ersten Punkte nach Hause bringen.

Von Kristina Marth

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