Mike Fuhrig: „Handball prägt mein Leben“

Mike Fuhrig mit seinen Spielern der HSG Baunatal.

Mike Fuhrig, ehemaliger Kapitän von Wallau/Massenheim und Ex-Handball-Nationalspieler, ist Trainer des Landesligisten HSG Baunatal, der heute (18.30 Uhr) beim TV Hersfeld spielt.

Freuen Sie sich auf das heutige Spiel in der Geistalhalle?

Ja selbstverständlich. Spiele beim TV Hersfeld – das ist Spannung pur, da ist immer Stimmung. Hersfeld hat auch eine Top-Mannschaft. Die Spiele von uns dort werden immer erst in der Schlussphase entschieden.

Apropos Stimmung: Können Sie sich noch erinnern, als Sie in der Bundesliga für Wallau/Massenheim aktiv waren und gegen den TV Eitra spielten?

Ja, es war damals schon immer eine tolle Atmosphäre. Ich weiß aber nur noch, dass wir mit dem Bus den Berg hochgefahren sind. Aber an einzelne Spiele kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich hab’ bestimmt 600 Spiele für Wallau in 14 Jahren bestritten, hinzu kommen Europapokal- und Länderspiele – einzelne Partien im Kopf zu behalten, ist da schier unmöglich. Meine Frau spielte Handball, mein Sohn Kenneth spielt heute in Groß-Bieberau in der dritten Liga. Schon meine Eltern haben Handball gespielt. Diese Sportart prägt mein Leben.

Haben Sie noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern?

Mike Fuhrig als Spieler im Trikot der Nationalmannschaft. Foto: dHB/nh

Ich war noch lange Zeit richtig dicke mit Michael Schwalb und Mikael Kaellman, die damals mit mir zusammen spielten. Früher haben wir uns noch ab und zu zu Freundschaftsspielen getroffen. Und ein Bier getrunken. Wir haben auch noch eine Whats-App-Gruppe. Aber die jüngeren in diesem Team sind so um die 40, ich bin 54 – der Altersunterschied macht sich schon bemerkbar.

Ihr Gegenüber am Samstag, TVH-Trainer Christian Weiß, hat zu ihrer aktiven Bundesligazeit als Bub mit der Trommel hinter dem Tor gestanden ...

(Lacht) Ja so geht das. Und heute stehen wir als Trainer am Spielfeldrand, sind also auf Augenhöhe. Nichtsdestotrotz: Christian Weiß hat schon eine hervorragende Mannschaft zusammen. Lasse Reinhardt spielt ja da und ist einer der Leistungsträger. Seinen Bruder Fynn habe ich vor kurzem bei Eintracht Baunatal beobachten können.

Und Vater Kalle Reinhardt hat noch mit Eitra gegen Sie gespielt ...

Tatsächlich? (Lacht) Wäre ich nicht darauf gekommen. Aber das ist auch lange her.

Welche Taktik geben Sie heute gegen Hersfeld aus?

Es ist nicht einfach, in der Geistalhalle zu gewinnen. Aber wir haben das auch schon geschafft. Wir haben drei Kreisläufer und zwei Rückraumspieler. Wir müssen oft wechseln, damit bei den Leistungsträgern die Kräfte reichen. Entscheidend wird sein, ob unsere Abwehr den gegnerischen Rückraum in den Griff bekommt. Wir dürfen uns überdies nicht von der Stimmung auf der Tribüne anstecken lassen – das wäre tödlich.

Was ist mit Baunatal noch möglich?

Wir sind eigentlich in jeder Serie oben dran, so um die Plätze drei bis sechs. Wenn wir weiter nach vorn kommen wollen, müssen wir uns noch verstärken, vor allem in der Deckung. Einige Spieler haben noch Entwicklungspotenzial, einige haben sich gut gemacht, zum Beispiel Tim Range.

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