Luftgewehr-Bundesliga

Mengshausens Schützen wollen „dicken, fetten Haken dranmachen“

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Jaqueline Becker war die Beste im Team der Schützengilde Mengshausen.

Nach dem glücklichen Klassenerhalt in der Luftgewehr-Bundesliga zieht die Schützengilde Mengshausen eine erste Bilanz. Personelle Probleme bedingten die schwache Saison.

Nach dem letzten Schuss plumpsten die Steine vom Herzen: Die Schützengilde Mengshausen bleibt in der Luftgewehr-Bundesliga. Trotz zweier erneut deutlicher Niederlagen zum Saisonabschluss. Und wie in der Vorsaison, weil die Konkurrenz in ihrem Sinne gewann beziehungsweise verlor.

„Es ist enorm wichtig, dass wir das Jubiläumsjahr – die Schützengilde wird ja 100 Jahre alt – nicht mit einem Abstieg begonnen haben“, verdeutlicht Mannschaftsführerin Manuela Schmermund die Wichtigkeit des Klassenerhalts.

Der wurde unter alles anderen als idealen personellen Voraussetzungen errungen. Die geplante Verpflichtung des Schweden Jonas Jacobsson scheiterte an den Regularien des Internationalen Schießsportverbands. Der Schweizer Jan Lochbihler verließ die SGi.

Elena Rembowski fiel nach der Geburt ihres zweiten Kindes die ganze Saison aus, Patrick Seyfarth stand wegen der Qualifikation für die Militär-WM in China ebenfalls nicht zur Verfügung. Dagegen stand als Zugang allein Janina Kister, die aus Baunatal zur Mannschaft stieß. „Wir wußten, dass das nicht einfach wird“, gibt Manuela Schmermund zu, „zumal sich viele Personalfragen erst spät geklärt haben.“

Dadurch sei der Druck, den sich die Mannschaft gemacht habe, größer geworden. Schmermund legt Wert auf die Feststellung, „dass der Druck nie von außen kam“. Aber die Leistung, die die Schützen im Training gebracht hätten, hätten sie im Wettkampf viel zu selten abrufen können. Schmermund: „Sie haben unter Wert geschossen.“ Das Fazit der Paralympics-Siegerin: „Einen dicken fetten Haken an die Saison machen.“

Jetzt sei es zu früh, um auf die nächste Saison zu schauen. Alle sollen die Zeit bekommen, nachzudenken. Schmermund: „Es wäre schön, wenn Trainerin Sabine Kames mal eine Saison hätte, ohne mit dem Personal jonglieren zu müssen.“ Die Hessenliga-Mannschaft als Unterbau habe den Klassenerhalt sicher geschafft.

Ohnehin richten sich die Blicke der Mengshäuser nun erst einmal auf das Bundesligafinale, das am 1. und 2. Februar in Göbel Hotels Arena in Rotenburg stattfinden wird – eben ohne das eigene Team.

„Die Vorbereitung geht in die heiße Phase“, sagt Manuela Schmermund. Aber: „Wir machen das ja nicht zum ersten Mal.“

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