Mengshausen fährt zum Wettkampf nach Halle

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Konzentration vor dem nächsten Wettkampf: Jaqueline Becker hofft, aus den nächsten beiden Wettkämpfen in Weißandt-Gölzau etwas mitzunehmen. 

Wohin führt der Weg der SGi Mengshausen in der Bundesliga-Luftgewehr? Das wird sich am Wochenende in Sachsen-Anhalt entscheiden.

Die Waldhessen treffen in Weißandt-Gölzau bei Halle auf zwei Gegner, die unterschiedlicher nicht sein können. Der eine ist am Samstag um 15 Uhr im Sport- und Kulturzentrum ein Favoritenschreck: der SV Wieckenberg, der bislang schon drei Siege errang, darunter als größte Überraschung den gegen den amtierenden deutschen Mannschaftsmeister SSG Kevelaer.

Die Stars des Teams sind der Norweger Henrik Larsen und Melissa Ruschel, die international in diesem Jahr ihren Durchbruch hatte. Beide trumpften beim letzten Sieg von Wickenberg mit 399 Ringen auf. Für den Norweger könnte auch die nicht weniger starke Dänin Stine Holtze-Nielsen zum Einsatz kommen. Auch hinter dem Spitzenduo ist Wieckenberg mit Isabell Ruschel, Tina Lehrich und dem Hessen Robin Zissel aus Ernsthausen optimal besetzt. Das ist für die zuletzt siegreichen Waldhessen aber kein Grund, chancenlos in das Match zu gehen. „Wenn alles gut zusammenkommt, können wir fast alle Mannschaften ein bisschen ärgern“, hatte Jaqueline Becker schon vor den letzten Begegnungen angekündigt und einmal auf jeden Fall recht behalten. Eine Fortsetzung des ersten Saisonsieges. Gegner ist der noch sieglose Tabellenletzte Hilgert, der nur im ersten Einzel mit einem Ausländer sehr stark besetzt ist. Für die vier Kandidaten für diese Position kam bislang aber nur der Serbe Milutin Stefanovic zum Einsatz. Auf den Rängen hinter der Spitze flachen die Durchschnittsergebnisse bei Hilgert mit 391 und weniger deutlich ab. Das ist die Chance für Mengshausen.

Doch dafür müsste sich die Waldhessen deutlich steigern und darauf hoffen, dass Mandy Mulder oder Alexandr Driagin zum Einsatz kommen. Eine feste Bank ist Jaqueline Becker, die sogar Mulder in der Setzliste überholt hat. Dahinter stehen der Trainerin Sabine Kames zur Auswahl: Patrick Seyfarth, Laura Schulz, Tobias Göbel, Daniela Schäfer und Janina Kister. Wer zum Einsatz kommt, entscheidet sich nach Verfügbarkeit und letztem Training. Mengshausen hat zudem das Problem, dass am Sonntag die Reserve zeitgleich in der Hessenliga antreten muss.

Um 10 Uhr ist in Meckbach das Match gegen die Gastgeber, wo auch Schützen zum Einsatz kommen könnten, die im Bundesligateam nicht benötigt werden.

Von Herbert Vöckel 

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