SGi Mengshausen

Protest gegen Verlegung - Ärger über Verband

So fröhlich ist sie derzeit wahrlich nicht: Manuela Schmermund von der SG Mengshausen. Der Luftgewehr-Bundesligist trat nicht in Kamen an. Gegen die Verlegung des Wettkampfs wurde Protest eingelegt.
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So fröhlich ist sie derzeit wahrlich nicht: Manuela Schmermund von der SG Mengshausen. Der Luftgewehr-Bundesligist trat nicht in Kamen an. Gegen die Verlegung des Wettkampfs wurde Protest eingelegt.

Mengshausen – Die Schützengilde Mengshausen kann den Abstieg aus der Luftgewehr-Bundesliga nur noch über die Relegationn vermeiden. Grund: Das Team trat am vergangenen Wochenende nicht zu den beiden Wettkämpfen in Kamen an; die Partien gegen Braunschweig und Petersberg wurden mit 0:5 gewertet.

Ursprünglich hatten die Wettkämpfe in der Großsporthalle in Niederaula stattfinden sollen, sie waren aber dann vom Verband kurzfristig nach Kamen verlegt worden, weil in der Halle ein Impfzentrum eingerichtet wird.

Die Schützengilde Mengshausen hatte gegen die Ausrichtung im 220 Kilometer entfernten Kamen Einspruch beim Deutschen Schützenbund eingelegt. Von der sechs Mannschaften, die eigentlich am Wochenende in der Großsporthalle in Niederaula starten sollte, waren bis auf das Team Mengshausen alle in Kamen und trugen ihre Wettkämpfe aus. Dabei wurden die beiden Begegnungen der Waldhessen jeweils mit 0:5 gewertet. Danach ergibt sich folgende Situation: Der Abstieg ist entschieden. Ladekop oder Mengshausen müssen zurück in die 2. Bundesliga. Der direkte Abstieg entscheidet sich am letzten Wettkampfwochenende in Wissen im Westerwald im Kellerderby zwischen den beiden bislang sieglosen Teams. Derzeit hätte Mengshausen als Vorletzter die Chance, sich über die Relegation im Aufstiegskampf der Zweitliga-Ersten noch zu retten. Ladekop müsste aktuell als Letzter direkt absteigen.

Der Ärger bei den Mengshäusern ist groß. Vorsitzende Manuela Schmermund rechnet vor: „Durch die kurzfristige Auswärtsfahrt wären uns etwa 1000 Euro an Kosten entstanden, dazu kommt der Ausfall unserer Einnahmen aus dem Heimwettkampf.“ Der Vorstand habe den Verzicht auf die Auswärtsfahrt befürwortet, die Mannschaft dann auch. Schmermund betont: „Hätte die Mannschaft antreten wollen, wären wir nach Kamen gefahren.“

So aber kritisiert sie: „Man nimmt uns unsere einzige Einnahmequelle und bürdet uns zusätzliche Kosten auf – das passt nicht. Wir sind ein kleiner Verein, wir müssen doch kalkulieren.“ Sauer stößt ihr auch auf, dass der Eingang des Protestschreibens erst am Dienstag bestätigt wurde.

Auf eine Mail aus den Tagen vor dem Wettkampf habe der Deutsche Schützenbund gar nicht reagiert. Schmermund wörtlich: „Dafür, dass das eine Bundesliga ist, wird im Verband wie im Kindergarten gehandelt. Die Verbände sind doch für die Athleten da, nicht für sich selbst.“ Sie befürchtet, dass der Verband die Angelegenheit aussitzen will.

8. Wettkampfrunde: Wissener SV - SV Ladekop 5:0, SSV Hubertus Elsen - SV Wieckenberg 4:1, SB Freiheit - SSG Kevelaer 1:4, SV Petersberg - BSV Buer-Bülse 2:3, SV Gölzau - SV Kamen 4:1, SG Mengshausen - Braunschweiger SG 0:5. 9. Wettkampfrunde: SV Wieckenberg - Wissener SV 2:3, SSG Kevelaer - Ladekop 5:0, SB Freiheit - SSV H. Elsen 2:3, SV Gölzau - BSV Buer-Bülse 1:4, Braunschweiger SG - SV Kamen 3:2, SG Mengshausen - SV Petersberg 0:5. Tabelle: 1. SSG Kevelaer 9 38 16:2 2. Wissener SV 9 34 16:2 3. SB Freiheit 9 34 14:4 4. Hubertus Elsen 9 29 14:4 5. BSV Buer-Bülse 9 25 12:6 6. SV Gölzau 9 22 10:8 7. SV Wieckenberg 9 25 8:10 8. SV Petersberg 9 24 8:10 9. Braunschweig 9 20 6:12 10. SV Kamen 9 14 4:14 11. Mengshausen 9   3 0:18 12. SV Ladekop 9   2 0:18

Von Rainer Henkel Und Herbert Vöckel

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