Frauenfußball

Hönebach reichen in der Kreisoberliga sechs Spiele zum Titel

Manuela Rudolph, Fußballerin des ESV Hönebach,  führt den Ball.
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Mutter und Tochter in einem Team: Manuela Rudolph ist die Erfahrenste beim Meister ESV Hönebach – und nach wie vor torgefährlich. Ihre Tochter Celina greift nach langer Verletzungspause nun auch wieder ein.

Beim ESV Hönebach sind nicht nur die Männer in der Fußball-Kreisoberliga Meister geworden, sondern auch die Frauen. Allerdings mussten die Spielerinnen von Trainer Michael Seidl dafür nur sechs Spiele absolvieren.

Hönebach - Die hatten sie aber allesamt gewonnen und damit 18 Punkte eingesammelt. Vizemeistger FSG Raßdorf/Bosserode trat zu neun Partien an und brachte es auf 24 Zähler.

Wegen des Corona-bedingten Saisonabbruchs wurde ein Punkte-Quotient errechnet, um eine faire Tabelle erstellen zu können. Und in dieser Rechnung lag der ESV Hönebach mit 3,00 knapp vor dem Nachbarn Raßdorf/Bosserode, der auf 2,67 kam und damit Vizemeister wurde. Beide Teams hätten somit in die Gruppenliga aufsteigen dürfen – was sie aber wohl nicht tun werden.

Die Entscheidung in dem stark verkürzten Titelkampf fiel praktisch schon am zweiten Spieltag am 14. September. Da trafen die beiden Wildecker Teams im direkten Duell in Hönebach aufeinander. Die Gastgeberinnen setzten sich nach Toren von Manuela Rudolph (29., 63.) sowie Theresa Bode (78.) bei einem Gegentreffer von Lara Heinzerling (36.) 3:1 durch. Weil beide Rivalen vorher und nachher stets als Sieger vom Platz gingen, hatte der ESV am Ende die Nase vorn.

Michael Seidl, der Hönebacher Trainer, sagt: „Es wäre eine interessante Saison geworden, ein packender Zweikampf mit Raßdorf/Bosserode.“ Und er räumt ein: „So fühlt sich die Meisterschaft ein bisschen komisch an.“

Die Leistungen, die sein Team in den sechs Spielen gezeigt hat, haben ihm gefallen. „Alle haben mitgezogen. Wir waren auch torgefährlicher als früher“, sagt Michael Seidl, „und von der Altersstruktur her sind wir gut durchwachsen. Die Bandbreite reicht von 17 bis 45 Jahre.“

Er freut sich, dass Nadine Bartholomäus (Schulterverletzung) und Celina Rudolph (Kreuzbandriss), die keine der sechs Partien mitmachen konnten, jetzt wieder dabei sind. Trotzdem – in die alte Gruppenliga aufzusteigen, was Fahrten bis weit hinter Fulda mit sich brächte, ist für Coach Seidl keine Option. Er hält es aber für möglich, dass im Zuge der neuen Klasseneinteilungen die Weichen für eine sportlich interessante Gruppe gestellt werden, in der vornehmlich die stärksten Kreisteams vertreten sind. „Das wäre interessant für uns“, sagt Michael Seidl.

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