Fußball-Kreisoberliga Nord

Meister: Die Hessen steigen auf

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Meister KOL Nord: Die Fußballer der SG Hessen/SpVgg haben den Aufstieg in die Gruppenliga geschafft. Unser Foto zeigt einen Teil der Mannschaft in den Meistershirts. 

Wehrda. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg hat auch in der kommenden Saison (mindestens) einen Fußball-Gruppenligisten: Die SG Hessen/SpVgg Hersfeld hat am Samstagnachmittag mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg bei der SG Haunetal ihr Meisterstück in der Kreisoberliga Nord gemacht.

Es war 17.45 Uhr, als auf dem schmucken Sportplatz in Wehrda die Korken knallten. Flugs brannte eine blau-weiße Fackel neben der Ersatzbank der Hersfelder, die Mannschaft tanzte ausgelassen im Kreis und skandierte „Gruppenliga, Gruppenliga, hey hey“. Spielertrainer Roman Prokopenko rang derweil nach Worten. „Es ist unglaublich. Wir haben zwei Jahre einen Traum gehabt und hart dafür gearbeitet. Wir wurden belächelt, und jetzt sind wir am Ziel“, sagte er schließlich, nachdem er im Arm des sportlichen Leiters Markus Heide einige Freudentränen vergossen hatte.

Bevor die Hessen aber am Ziel ihrer Träume angelangt waren, mussten sie noch einmal richtig beißen. Denn die ersatzgeschwächten Gastgeber hatten nicht vor, beim Triumphzug der Hersfelder Spalier zu stehen. So erwiesen sich die Haunetaler als engagierter und ekliger Widersacher, der 90 Minuten nicht lockerließ. Und der beinahe mit dem Pausenpfiff die Hersfelder Führung durch Mohammed El Amine Mansouri egalisierte. Das kam nahezu aus dem Nichts, weil Haunetal zwar solide verteidigte, in der Offensive aber so gut wie nicht stattgefunden hatte.

Aber auch der Meister tat sich lange Zeit schwer, obwohl er Ball und Gegner größtenteils kontrollierte. „Ihr müsst mal wach werden – ihr schaut nur zu“, rief Prokopenko seinen Jungs nach einer halben Stunde zu. Außer einem Freistoß von Tim Emmerich und Lukas Müller-Sieberts Großchance strahlten die nervösen Hersfelder kaum Gefahr aus. Bis zur 38. Minute, als Dominik Oelschläger eine gut getimte Hereingabe Emmerichs einköpfte. Und was meinte Markus Heide zur Halbzeitpause? „Das ist ein ganz schönes Scheißspiel. Das wird auch sicher nicht einfacher in der zweiten Halbzeit.“

Damit lag er nicht falsch. Wer aber Roman Prokopenko, Emmanuel Crawford und Alexander Ebinger ins Spiel bringen kann, klagt auf hohem Niveau. Und so kam Crawford auch gleich zu zwei guten Gelegenheiten – doch das Tor, das den Hessen endgültig die Meisterschaft bescherte, erzielte ein anderer: Benny Augustin. Trocken schlug sein strammer Schuss von Halbrechts im langen Eck ein. Eine Stunde war da gespielt – und diesen Vorsprung ließen sich die Hessen nicht mehr nehmen.

Denn Torhüter Ivica Madzar war sowohl beim Freistoß von Dennis Galbas, als auch vor dem herannahenden Christoph Fischer auf dem Posten. Und um 17.45 Uhr, da kam der blau-weiße Partyzug ins Rollen.

SG Haunetal: Reul - Cremer, Fohr, Gerlach, Henning - Mansouri, Galbas, Zettl, Hoffmann - Kurz, Fischer sowie Sekerci, Opfer, D. Schott, Brehm und S.Schott

SG Hessen/SpVgg: Madzar - Kahya, Rakk, May, Augustin - P.Prokopenko, Müller-Siebert, Emmerich, Kostadinov - Oelschläger, Pepik sowie R.Prokopenko, Ebinger, Crawford, Herbig und Demir

SR: Bodusch (Gersfeld) - Z:150

Tore: 0:1 Oelschläger (38.), 1:1 Mansouri (45.), 1:2 Augustin (59.).

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