Luftgewehr-Bundesliga: Mengshausen kassiert zwei Niederlagen zum Abschluss

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Sah schon mal glücklicher aus: Jaqueline Orth und die Schützengilde Mengshausen haben das Finale um die Deutsche Luftgewehr-Meisterschaft verpasst. 

Wissen. Luftgewehr-Bundesligist SGi Mengshausen hat das Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft verpasst - der Klassenerhalt war aber schon unter Dach und Fach.

Beide Begegnungen in der Großsporthalle in Wissen im Westerwald wurden – wie berichtet – verloren. Doch so dramatisch sich das auch anhört, für das Team aus Niederaula gab es nichts zu verlieren. So sind auch die beiden Niederlagen zu verschmerzen, zumal sich das Team nur um einen Rang auf den achten Tabellenplatz verschlechterte.

„Nach der Saison ist vor der Saison – die Planungen laufen“, kündigte Vereinschefin Manuela Schmermund auf der Facebookseite des Bundesligisten an. Den verpassten Chancen in der zweiten Halbzeit der Saison trauerte sie ein wenig nach: „Auch wenn der Klassenerhalt schon frühzeitig gesichert war, hätten wir gerne den einen oder anderen Punkt noch mitgenommen.“

Selbst ein Doppelerfolg in Wissen hätte nicht ausgereicht, um das Finale im Februar in Paderborn zu erreichen. Diese Erfahrung musste auch der amtierende deutsche Mannschaftsmeister SB Freiheit aus Osterode am Harz machen. Der Titelverteidiger war der erste Gegner der Waldhessen am Samstagnachmittag und auf gleich vier Positionen besser besetzt. Das bekamen Mandy Mulder (394:396 gegen Olympiasieger Alin George Moldoveanu), Jaqueline Orth (392:396 gegen ihre WM-Teamkollegin Jolyn Beer), Elena Rembowski (386:392 gegen Michaela Thöle) und Daniela Schäfer (392:397 gegen Patricia Piepjohn) mit Niederlagen deutlich zu spüren. Nur die Frau mit dem langen Atem, die ihre Wettkampfzeit fast immer bis ganz zum Schluss ausreizt, Laura Schulz, erzielte mit 391:389 gegen Martina Prekel den Ehrentreffer für Mengshausen.

Sabine Kames, Trainerin der Schützengilde Mengshausen

Auch im Abschlussmatch am Sonntagmittag gegen den SV Gölzau aus Sachsen-Anhalt holte die zahnmedizinische Fachangestellte aus dem Rheinland ihren Punkt (389:386 gegen Richard Bennemann). Eine Glanzvorstellung lieferte Jaqueline Orth mit 100, 98 und noch einmal 100 Ringen in den ersten drei Zehnersätzen ab. Mit zwei Zählern Vorsprung ging die Weltmeisterin die letzten zehn Schuss auf Charleen Bänisch an, die 396 Ringe vorgelegt hatte. Bis vor dem letzten Schuss hielt Jaqueline den Vorsprung mit einem Zähler, den sie im letzten Anlauf mit einer 9,9 aber hauchdünn abgegeben musste. Damit beendete sie auch ihr Match mit 396 Ringen und einem Unentschieden. Im abschließenden Stechen holte sich Jaqueline Orth den Punkt nach zweimal Zehn im ersten und 10:9 im zweiten Anlauf.

Mehr war für Mengshausen in diesem letzten Saisonmatch nicht drin. Mandy Mulder verlor das erste Einzel mit 394:399 gegen Überfliegerin Illia Charheika aus Weißrussland. Daniela Schäfer musste an ihrem 19. Geburtstag ihrer Gegnerin Lena Kramer mit 386:390 Ringen den Sieg überlassen. Glücklos war zudem der erstmals im Bundesligateam eingesetzte Fabian Mangold aus Nentershausen. Der Spitzenschütze des Mengshäuser Oberligateams ließ nur zweimal seine Klasse mit 98 im ersten und 99 im zweiten Zehnersatz aufblitzen. Am Ende blieb der Junior mit 378 Ringen deutlich unter seinem Leistungsniveau. Das letzte Einzel gewann so seine Gegnerin Natalie Pfeiffer mit 393 Ringen. Trotz der 2:3-Niederlage war die Stimmung bei der Schützengilde gut.

Manuela Schmermund: „Wir feiern den Geburtstag unseres Nesthäkchens Daniela Schäfer und einen gemütlichen Saisonausklang mit unseren treuen Fans.“

Von Herbert Vöckel

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