Luftgewehr-Bundesliga: Heimspektakel in Niederaula

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Könnte zum Einsatz kommen: Mandy Mulder von der SG Mengshausen.

Niederaula. Die Bundesliga der Luftgewehrschützen macht Station in Niederaula - und Doppelweltmeisterin Jaqueline Orth steht im Team des Gastgebers Schützengilde Mengshausen.

Die zweifache Goldmedaillengewinnerin von Changwon ist aber nur einer der Stars, die am Wochenende in den sechs Wettkämpfen der Nordstaffel zum Einsatz kommen. Einen Überflieger wird der erste Gegner der Waldhessen aufbieten: der BSV Buer-Bülse aus Gelsenkirchen. Die Nummer eins im Team des Vorjahres-Ersten ist der Ungarn István Péni. Den Zuschauern in Niederaula dürfte der 21-jährige Weltklasseathlet noch gut in Erinnerung sein. Im Vorjahr stellte er beim 4:1 seiner Mannschaft gegen Mengshausen den Hallenrekord mit der Höchstmarke von 400 Ringen ein.

In diesem Jahr hat der mehrfache Weltcupsieger erst drei Bundesliga-Wettkämpfe bestritten: einen mit 399 und zwei mit 400. Wer wird in diesem Jahr sein Gegner auf der Mengshäuser Seite am Samstagabend um 19 Uhr sein?

Die Schützengilde hält sich bedeckt. „Das entscheidet Trainerin Sabine Kames erst nach dem letzten Training am Samstag“, ist die Standardaussage. Groß ist die Auswahl nicht. Kommt Alexandr Driagin aus Russland, der in den ersten beiden Wettkämpfen mit 398 und 396 Ringe auf den zehn Meter entfernten Scheiben markierte. Denkbar ist auch der erneute Einsatz von Mandy Mulder aus Holland. Sie hat sich in fünf Wettkämpfen gut in die Mannschaft integriert. Ihre Bestleistung waren immerhin 399, 396 und zweimal 395 Ringe. In dieser Höhe kann nur Jaqueline Orth mithalten. Ihre bisherigen Bestmarken waren 396, 395 und zweimal 394. Sie wird erneut die zweite Position einnehmen.

Hinter ihr gibt es aber einen starken Abfall unter die 390er-Marke im Ringschnitt für Laura Schulz, Daniela Schäfer und Elena Rembowski. Das Trio besetzte die Positionen drei bis fünf im letzten Wettkampf. Erst hinter ihnen wird Patrick Seyfarth in der Setzliste geführt.

Er hatte einen glanzvollen Start im ersten Wettkampf mit 397 Ringen, kam danach aber nicht mehr über die Schallmauer von 390. Ist das vielleicht die Chance für Junior Fabian Mangold aus Nentershausen, der in der Oberliga eine Bestmarke nach der anderen aufstellt?

Auch im Wettkampf am Sonntag um 13 Uhr gegen den alten Rivalen SSG Kevelaer wird sich das Team der Waldhessen steigern müssen, um auf Finalkurs zu bleiben. Dafür darf die Mannschaft nicht unter den vierten Tabellenplatz rutschen.

Kevelaer hat sich neu formiert, startet jetzt mit den Juniorinnen Anna und Franka Janßen auf den ersten beiden Positionen. Das Duo hat den bisherigen Topstar Sergey Richter aus Israel auf den dritten Platz verdrängt. Auch die übrigen Teams - Wissener SV, Olympia Börm/Dörpstedt und SV Wieckenberg - wollen sich eine bessere Ausgangsposition für Ligaerhalt oder Finalteilnahme verschaffen.

Von Herbert Vöckel

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