Julian Mihalache trainiert Neuensteiner Fußballtalente

„Lucky“ ist im Geistal glücklich

Engagiert am Spielfeldrand: Julian „Lucky“ Mihalache ist heute Jugendtrainer bei der JSG Neuenstein.
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Engagiert am Spielfeldrand: Julian „Lucky“ Mihalache ist heute Jugendtrainer bei der JSG Neuenstein.

Den 57-jährigen Julian Mihalache, von allen nur „Lucky“ genannt, lässt der Fußball nicht los. Er trainiert derzeit Jugendmannschaften aus dem Geistal.

Obergeis – Auf dem Sportplatz des TSV Obergeis herrscht buntes Treiben – es ist Jugendtraining. Julian Mihalache steckt ein kleines Spielfeld mit Pylonen ab. Dann erklärt der Trainer den jungen Kickern die Übungen.

Den Ball stoppen, Kurzpassspiel mit erst drei, dann zwei, dann einem Ballkontakt, Torschusstraining – es sind die Grundlagen des Fußballs, die Mihalache mit den Kindern übt. Der Trainer kommentiert – und korrigiert: „Leon komm ... jetzt auf, Lukas ... was machst du da...? Bist du bei Gewitter geboren? Gehst du immer schweren Weg, wenn du einfachen vor dir hast?“

Wer den Ball verliert, muss drei Liegestütze machen. Die Übungen mit den elf- bis vierzehnjährige Schülern, die in der C-, D- und E-Schüler spielen, bereiten Mihalache sehr viel Freude. „Es macht Spaß, den Kindern zuzusehen, wie sie lernen“, sagt er. Mihalache ist dafür da, dass sie gut lernen. „Es ist stets darauf bedacht, dass jeder Einzelne besser wird“, sagt Alexander Frisch, einer der Jugendbetreuer, der sehr guten Kontakt zu Mihalache hat und der mit Begeisterung den Fortschritt bei den Schülern sieht. „Zunächst haben die Eltern die Kinder beim Fußball unter die Fittiche genommen. Aber mit der Zeit nutzt sich das aus. Deswegen haben wir den Julian gefragt, ober er trainieren kann.“ Seit drei Jahren nun unterstützt er die JSG.

Neuenstein, oder besser die SG Ober-/Untergeis, ist für den aus Arad in Rumänen stammenden Mihalache zur zweiten Heimat geworden. Im Geistal hat er schon früher Fußball gespielt, hier war er auch Trainer der Seniorenmannschaft. Und in 2001 war er sogar A-Liga-Meister mit dem Team.

Als Coach besitzt er besonders unter den älteren Fußballern Kultstatus. Marcus Schäfer aus dem Vorstandsteam kann sich noch gut erinnern: „Seine Tricks und Kniffe haben dazu beigetragen, dass wir damals aufgestiegen sind. Vor allem das Torschusstraining war sensationell. Wir haben selten so gut geschossen, wie damals. Das Torverhältnis war stark“ Schäfer kann sich auch an ein paar tolle Sprüche von Lucky erinnern: „Wenn wir defensiv spielen mussten, weil der Gegner im Angriff sehr stark war, hat er gesagt: „Marcus, du hast heute kein Visum über Mittellinie.“

In der Familie Mihalache dreht sich Vieles um den Sport, aber nicht nur alles um den Fußball. Julians Ehefrau Lucia ist in ihrer Heimat eine sehr bekannte Sportschützin. Im Skeetschießen hat sie bereits zweimal an Olympischen Spielen teilgenommen und ist jetzt sogar Vorsitzende des Verbandes. Auch sie kümmert sich um Talente. Wie auch ihr Ehemann Julian.

Von Hartmut Wenzel

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