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Reinhild Möller kann vor der Haustür Ski fahren.

Reinhild Möller am Lake Tahoe
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Einmaliges Panorma: Reinhild Möller am Lake Tahoe

Neuenstein/Lake Tahoe – Nicht nur Deutschland erlebte in der vergangenen Woche viel Schnee und extreme Minustemperaturen. Ein Rekordwinter hat sich auch in Teilen der USA eingestellt. Die Neuensteiner Behindertensportlerin Reinhild Möller, die seit fast 30 Jahren im Land der unbegrenzten Möglichkeiten am Lake Tahoe an der Grenze zwischen Nevada und Kalifornien lebt, berichtet über große Schneemassen:

„Die letzte Woche im Januar hatten wir 50 Zentimeter Neuschnee an drei Tagen und Anfang der Woche dann noch mal gut 25 Zentimeter Schneefall in einer Nacht.“

Um den Schnee vom Bürgersteig zu räumen, sind die Amerikaner in den Skigebieten gut ausgerüstet. Straßen und Gehwege müssen mit Schneefräsen geräumt werden. Über die Wetterverhältnisse in der waldhessischen Heimat ist Möller bestens informiert. Die 19-fache Medaillengewinnerin aus Mühlbach telefoniert regelmäßig mit der Heimat. „Schade, dass der Lift am Eisenberg nicht in Betrieb genommen werden darf.“

Als leidenschaftliche Skifahrerin hat sie aber beste Möglichkeiten. „Ich kann mich glücklich schätzen, dass viele gute Skigebiete im Umkreis meiner Wahl-Heimat im Westen Amerikas direkt vor der Haustür sind.“

Während die Skigebiete in den Alpen für Touristen tderzeit tabu sind, sind die in den USA geöffnet. In Anbetracht der wachsenden Corona-Infektionszahlen wurde der Skibetrieb im letzten Winter frühzeitig beendet. „Für die diesjährige Wintersaison wurden aber viele Vorkehrungen getroffen und Regelungen erstellt, damit man sagen kann: Ski und Rodel gut“, schreibt Möller. Schon nach den ersten Schneefällen im November waren die Wintersportler nicht mehr zurückzuhalten. Genauso wie für die Menschen in den Alpenländern, ist das Skifahren auch für viele US-Amerikaner eine Passion.

Die Regeln für „Social Distancing“ und die Einhaltung der Corona-Bestimmungen in den Skigebieten sorgten anfangs für ungewöhnlich lange Schlangen vor den Liften. Inzwischen entstehen Wartezeiten am Lift nur noch an Wochenenden oder Feiertagen. Oder an Tagen, an denen viel Neuschnee vorausgesagt wird. In vielen Gebieten ist Skifahren nur mit Saisonpass oder Reservierung möglich, um die Anzahl der Skifahrer zu begrenzen. Grund für die etwas längere Anstellzeit ist die Regel, dass nur zwei Personen auf einem Vierer- oder Sechser-Sessellift sitzen dürfen. Familien oder Fahrgemeinschaften dürfen aber zusammen einen Sessellift benutzen. Alle sind verpflichtet, vor der Anreise einen Gesundheitscheck durchführen zu lassen, um zu überprüfen, dass keine Coronainfektion vorliegt. Außerdem wird sehr genau darauf geachtet dass alle Skifahrer und auch beispielsweise das Pisten- und Liftpersonal einen doppelten Mundschutz tragen. Anfangs waren keine Restaurants und Bars geöffnet, sodass die Skifahrer die Parkplätze bei gutem Wetter in sogenannte „Tailgate Partys“ (Heckklappen- Party) mit Partyzelt und Grill umwandelten. Inzwischen sind teilweise Restaurants mit Beschränkungen geöffnet, aber immer noch mit Aufsicht und strengen „Social Distancing“-Regeln.  red/wz

Reinhild Möller,
Heckklappen-Party am Parkplatz am Lake Tahoe

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