Handball-Bezirkspokal: Erst in der Schlussphase setzt sich der favorisierte Landesligist ab und siegt 36:26

TGL leistet Eitraern lange Widerstand

Nicht leicht zu stoppen. Eitras Halblinker Andreas Krause. Hier stellen sich ihm Aribert Lehn (links) und Mark Heß in den Weg. Foto: Walger

Rotenburg. Erwartungsgemäß zog Handball-Landesligist HSG Eitra/Oberhaun durch einen 36:26 (18:14)-Erfolg bei der TG Lispenhausen, die in der Bezirksliga A vertreten ist, ins Finale des Bezirkspokals ein.

Am Ende war’s ein standesgemäßer Sieg für die höherklassigen Haunecker, die in den entscheidenden Situationen einfach cleverer und besser waren. Letzteres bekamen am Sonntag vor allem einige der jüngeren Lispenhäuser zu spüren, die einige wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.

Dass die mit nur acht Feldspielern angetretene HSG den Gegner von Anfang an ernst nahm, verdeutlichte die Manndeckung Julian Pipperts über die gesamte Spielzeit. Aus Freiwurfsituationen blieb der hoch aufgeschossene Rechtshänder natürlich trotzdem gefährlich. Doch wie von Eitra/Oberhauns Spielertrainer René Hermann vorhergesagt, strahlte auch Aribert Lehn auf der rechten Halbposition viel Gefahr aus. Der dritte Aktivposten in den Reihen des Außenseiters, Torhüter Christian Koch, war jedoch derjenige, der den Gästen die meisten Probleme bereitete.

„Unsere mangelnde Chancenverwertung ist das, was mich heute so ein bisschen ärgert“, kritisierte Hermann. Auch der insgesamt starke elffache Torschütze Christian Weiß war in dieser Hinsicht nicht frei von Fehlern.

Eine gute Viertelstunde lang entwickelte sich so ein absolut ausgeglichenes Spiel, in dem beide Teams mehrfach die Gelegenheit verpassten, sich etwas abzusetzen. Das gelang danach den Hauneckern, die mit zunehmender Spielzeit die Unsicherheiten der TGL beim Ballvortrag mehr und mehr bestraften. „Wir haben insgesamt viel zu ängstlich und unsicher agiert. In Normalform hätten wir sicher auch verloren, aber nicht ganz so hoch“, haderte Lispenhausens Torwart-Routinier Ottmar Reyer mit der ungewohnt hohen Fehlerquote seiner Teamkollegen. Nach einem Drittel der Spielzeit führten die Gäste folgerichtig 11:7 (20.) und gaben so die Richtung für den weiteren Spielverlauf vor.

Mit Wiederbeginn ließ Hermann auch Aribert Lehn pressdecken. Außerdem gelang es dem raffinierten Spielertrainer selbst, den überraschten Hausherren gleich zweimal den Ball vom Anwurf weg abzuluchsen. Doch bis sich die Haunecker entscheidend absetzen konnten, verging noch einmal eine knappe Viertelstunde. Aber nach dem 21:25 (42.) hatte Lispenhausen sein Pulver endgültig verschossen und wurde in der Schlussphase überrannt. Im Finale darf sich die HSG jetzt auf ein Duell mit dem Regionalligisten Gensungen/Felsberg freuen.

TG Lispenhausen: Koch, Reyer – Mackel, Degenhardt, Seese, Heß (4), Konrad (2), Wahl (2), M. Pippert, A. Lehn (7), J. Pippert (8/3), P. Lehn (1), Spieß (1), Kleinert (1)

HSG Eitra/Oberhaun: Schmidt, Bodenbender – Schnell, Koch (2), Krause (8), Hermann (4), Weiß (11/2), Kienast (2/1), Fischer (5/2), Birkel (4)

Schiedsrichter: Lein/Bockel (Datterode)

Zuschauer: 150

Von Andreas Köhler

Quelle: HNA

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