Handballtalent

Lasse Reinhardt will in Baunatal Fuß fassen

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Nur schwer zu bremsen: Der 18-jährige Lasse Reinhardt vom TV Hersfeld (in Blau) bringt bereits eine bemerkenswerte Physis mit.

Handball-Talent Lasse Reinhardt wechselt – wie berichtet – zur kommenden Saison vom Landesligisten TV Hersfeld zum Drittligisten Eintracht Baunatal.

Bad Hersfeld –Wir haben mit dem 18-Jährigen über seine Beweggründe gesprochen.

Der Zeitpunkt

Schon während der vergangenen Saison habe man darüber nachgedacht, ob es Zeit für einen Wechsel nach Baunatal sei. Der Kontakt zum Drittligisten habe schon damals bestanden. „Wir haben uns dann aber dafür entschieden, dass ich noch eine Saison in der Landesliga beim TVH spielen werde“, berichtet der 18-Jährige. Insider wollen wissen, dass es bereits einen Vorvertrag gegeben haben soll. „Nein, da gab es nichts Konkretes“, sagt Reinhardt.

Der Rückraumspieler bestreitet schon seine zweite Saison im Seniorenbereich, hat allerdings erst zu dieser Spielzeit das Seniorenalter erreicht. „Ich denke, es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diesen Schritt zu machen“, sagt er.

Sein Bruder Fynn

Der 20-Jährige spielt im zweiten Jahr für Eintracht Baunatal. Reinhardt hat dort eine gute Entwicklung genommen und ist fester Bestandteil des Teams. Sein Wechsel hat sich also gelohnt. „Ich habe viel mit Fynn über Baunatal und einen Wechsel in die Dritte Liga gesprochen. Er hat mir dazu geraten. Jetzt freue ich mich, wieder mit meinem Bruder zusammenspielen zu können“, sagt Lasse, der „kleine“ Bruder.

Seine Erwartungen

Der 18-Jährige hat sich die Spiele der Baunataler Eintracht regelmäßig angeschaut. Und weiß dementsprechend, was ihn erwartet. „Der Unterschied zur Landesliga ist enorm. Alles geht viel schneller, alles ist athletischer“, sagt er. Da sich die Baunataler Verantwortlichen aber sehr um ihn bemüht hätten, hat Reinhardt ein gutes Gefühl. Und das darf er wohl auch haben. „Er zählt unbestritten zu den größten Talenten in Nordhessen“, sagt Eintrachts Team-Koordinator Klaus Kurtz. „Wir wollen ihn für den Rückraum aufbauen. Er wird wie die anderen jungen Spieler auch seine Einsatzzeiten bekommen.“

Seine Ambitionen

Wer mit 18 Jahren in die Dritte Liga wechseln kann, muss zweifelsohne ein hoch talentierter Handballer sein. Da bleibt natürlich auch Zeit für Träume. Lasse Reinhardt geht es aber eher nüchtern an. „Ich will sehen, dass ich in Baunatal erst einmal Fuß fasse. Es ist viel zu früh, um über höherer Ziele zu sprechen“, stellt der Student des Wirtschaftsingenieurwesens klar.

Der Abschied vom TVH

Dieser wird Lasse Reinhardt nicht leicht fallen. Noch aber stehen in dieser Saison acht Spiele mit den Hersfeldern an. „Ich habe mit allen gesprochen: dem Trainer, der Mannschaft, den Verantwortlichen. Keiner nimmt mir den Wechsel übel“, erzählt Reinhardt. Sicherlich werde er den TVH vermissen, räumt er ein. „Wir haben eine tolle Truppe, ein tolles Umfeld, und auch die Stimmung nach den Spielen ist immer super. Das macht viel Spaß“, sagt er. In einem ist sich der Youngster aber ziemlich sicher: „Sollte es in Baunatal nicht klappen, stehen mir die Türen in Hersfeld bestimmt offen.“ " DAS SAGT

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