Fußball 

KSV-Schicksal beeinflusst Abstiegsregelung im Kreis 

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Während Tim Ullrich und der SVA (gelbes Trikot) bereits aus der Gruppenliga abgestiegen sind, sieht es auch für Bogdan Cojocaru und die SG Aulatal nicht wirklich gut aus. 

Hersfeld-Rotenburg. Wer hätte das gedacht? Das Schicksal des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel beeinflusst auch die Abstiegsregelung im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Denn sollten die Kasseler, die sich derzeit in der Warteschleife befinden und auf einen positiven Ausgang der Relegationsspiele zur Dritten Liga hoffen müssen, am Ende absteigen, wird das gravierende Folgen für die Ligen darunter haben.

Und so schauen zum Beispiel auch die Gruppenliga-Fußballer der SG Aulatal mit bangen Blicken auf die Drittliga-Aufstiegsspiele zwischen 1860 München und dem 1. FC Saarbrücken sowie dem KFC Uerdingen und Waldhof Mannheim (24. und 27. Mai). Nur wenn beide Süd-Regionalligisten – also Saarbrücken und Mannheim – aufsteigen, bleibt Kassel in der Regionalliga. Steigen die Löwen ab, würden in der Gruppenliga Fulda fünf Mannschaften den Gang in die Kreisoberliga antreten müssen. Der Rückstand des Tabellenvierzehnten SG Aulatal auf den dann rettenden elften Rang, den derzeit die SG Kerzell belegt, beträgt bei noch zwei ausstehenden Spielen fünf Punkte. Gegner der Aulataler sind noch der Zehnte Elters/Eckweisbach/Schwarzbach sowie am letzten Spieltag der Dreizehnte SV Müs. Zwei echte Abstiegsduelle warten also.

Wieso aber hängt das so eng mit der Regionalliga Südwest zusammen? Ganz einfach: Sollte Kassel absteigen, würde es in der Hessenliga auch den OSC Vellmar erwischen, der derzeit Tabellenfünfzehnter ist. Sollten die Nordhessen absteigen, gäbe es in der Verbansliga Nord fünf Absteiger. Neben Petersberg wäre dann auch die SG Bad Soden betroffen, die derzeit Dreizehnter ist.

Bad Soden würde dann in der nächsten Saison ebenso wie Petersberg in der Gruppenliga Fulda antreten. Und deshalb müssten aus der Gruppenliga fünf Teams in den sauren Apfel beißen. Neben dem SVA Bad Hersfeld, der sein Team zurückgezogen hat und Eiterfeld/Leimbach möglicherweise also auch die SG Aulatal. Deren Trainer Markus Pflanz allerdings macht seine eigene Rechnung auf: Er glaubt, dass Bad Soden, das noch gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Mengsberg und den Nachbarn Neuhof antreten muss, sich noch retten kann. Dann bliebe es bei vier Absteigern.

Die Kreisoberliga Nord bleibt von all diesen Rechen- und Gedankenspielen unberührt: Dort wird es maximal drei Direktabsteiger geben.

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