Kreispokalfinale: Tore fallen erst in der Verlängerung

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Dreikampf: Die Hersfelder Simon Henninghausen (links) und Lukas Müller-Siebert (rechts) attackieren den Friedewalder Sabri Cilgin. 

SG Festspielstadt/SpVgg - so heißt der alte - und neue Kreispokalsieger. Der Fußball-Gruppenligist siegte am Mittwochabend beim A-Ligisten SG Ausbach/Friedewald mit 2:0.

Der Favorit benötigte zur Titelverteidigung allerdings die Verlängerung. Nach 90 Minuten stand es noch 0:0 nach einem Spiel, das den rund 350 Zuschauern auf dem Friedewalder Sportplatz kaum Unterhaltung bot.

Die Partie plätscherte bis in die Verlängerung so dahin, ehe sich Winter-Zugang Nils Fischer ein Herz fasste, einen hohen Ball stoppte. Und abzog. Zunächst konnte ein Ausbacher Verteidiger noch klären, doch der Nachschuss ins lange Eck saß. 1:0 – und damit war der Bann gebrochen. Sieben Minuten später setzte Tim Emmerich den Ball ebenfalls per Nachschuss bei einem Elfmeter zum 2:0 in die Maschen.

Ausbachs/Friedewalds David André Hugo hatte Niko Pepic im Strafraum gelegt. Emmerich, der aus Friedewald stammt, schnappte sich sofort den Ball. Hier, in seinem Heimatort, wollte der Hessen-Kapitän unbedingt mit einem Tor am Sieg beteiligt sein. Doch Julian Kempka, der Keeper der Gastgeber, ahnte zunächst die Ecke.

Der Keeper tauchte ab – und parierte. Für den Bruchteil einer Sekunde schien es, als würde Emmerich das Herz in die Hose rutschen. „Ich hab' dann ganz kurz die Lücke noch gesehen und einfach die Sohle hingehalten“, erläuterte der Torschütze überglücklich. Für seinen Trainer Roman Prokopenko dagegen war es das erwartet schwere Spiel. „Ich hab’ es aber gewusst, dass es auf diesem Geläuf kein Zuckerschlecken wird“, erläutert der Coach, der auf Stammspieler wie Adrian May, seinen Bruder Philipp oder auch auf „Emma“ Crawford und Andy Rakk verzichtete und sie für das Punktspiel am Samstag bei Elters/Eckweisbach/Schwarzbach schonte.

Eine technisch gute Partie sei auch nicht zu erwarten gewesen. „Dafür war der Platz einfach zu uneben“, sat Prokopenko.  Das Geläuf erschwerte Ballannahme und Abspiele auf beiden Seiten. Bei Ausbach/Friedewald war Klaus Wächter zwar nicht zufrieden mit dem Ergebnis, aber mit dem Verlauf. „Ich hätte nie gedacht, dass wir so lange mithalten können“, sagt der Coach. „Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft, die auf Augenhöhe mit der Festspielstadt gestanden hat. Wenn wir auch nur annähernd in Philippsthal so eine Leistung gebracht hätten, hätten wir nie mit 0:6 verloren.“ Sein Team beherzigte die Defensivstrategie. Und bei einigen wenigen Kontern blieb ihnen das Glück versagt,

Ausbach/Friedewald: Kempka – Schellhas, Langhans, Hugo, Cilgin – Krause – Führer, Zaha, Azad, Kaval – Musicki. (Martinov Marinov, Pietsch)

SG Festspielstadt: Brunner – Henninghausen, Pavic, Skrabal, B. Augustin – Emmerich, Kahya – R. Prokopenko, Müller-Siebert, El Ouairachi – Pepic. (Fischer, Schlensog, P. Augustin)

SR: Justin Herbert (Nüsttal).

Zuschauer: 350.

Tore: 0:1 Nils Fischer (105.), 0:2 Tim Emmerich (112.).

Kreisoberliga: Aulatal - FSG Bebra 1:0 (0:0) Tor: 1:0 Heiko Richhardt (83.)

Kreisliga As Hersfeld/Hünfeld:; Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain - Eiterfeld/Leimbach II 0:1 (0:0) Tor: 0:1 Kittichai Gutberlet (90.+1)

Wildeck - Braach 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Martin Schad (25.), 2:0 Yannik Rimbach (28.)

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