Kreisliga A2: Spitzenspiel in Philippsthal

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Gerd Ruch und der VfL Philippsthal haben die Meisterschaft im Visier. 

Es geht um viel, wenn sich die Fußballer des VfL Philippsthal und der SG Ausbach/Friedewald am Sonntag, 15 Uhr, gegenüberstehen. Der Erste der Kreisliga A2 trifft den Zweiten.

Hit, Knaller, Gipfeltreffen oder einfach nur Spitzenspiel - hier zusammengefasst die wichtigsten Informationen.

Die Lage: Philippsthals Vorsprung auf den Zweiten beträgt neun Punkte – und der Erste hat das Guthaben eines weniger ausgetragenen Spiels in der Hinterhand. Für Ausbach/Friedewald wird es indessen eng im Kampf um Rang zwei. Noch hat die SG diesen begehrten Aufstiegs-Relegationsplatz inne, doch der einst komfortable Vorsprung ist arg geschmolzen. Konkurrent Großentaft hat vier Punkte, aber auch zwei Spiele weniger. Selbst Unterhaun ist noch nicht aus dem Rennen.

Die Stimmen der Trainer:„Die Leichtigkeit unseres Offensivspiels ist uns etwas abhanden gekommen“, weiß Philippsthals Coach Gerd Ruch. Er fühlt, dass sein Team nicht mehr mit der Selbstverständlichkeit punktet, mit der es dies noch in der Vorrunde getan hatte. Von vier Spielen in 2019 gewann der VfL zwei, „wenn sich im Fußball der Kopf einschaltet, ist das nicht so prickelnd“. Niederlagen in Spitzenspielen musste Philippsthal schlucken (2:3 in Unterhaun, zuletzt 0:1 in Großentaft) – das kann passieren.

Ruch spürt, dass Konstanz fehlt. „In Unterhaun war eine Halbzeit gut, eine weniger. In Großentaft haben wir auf ein Tor gespielt; das Gegentor war ein Standard, und das haben wir dem Gegner geschenkt.“

Als wollte Ruch an seiner Persönlichkeit kratzen, fügt er hinzu: „Es geht ruhig und sachlich weiter. Wir verbreiten keine Hektik.“ Mit Blick auf den Vergleich am Sonntag ist er sich sicher: „Ich sehe den Druck eher bei Ausbach/Friedewald.“

„Wenn wir am Sonntag verlieren, wird’s schwer mit Platz zwei“, redet Ausbach/Friedewalds Coach Klaus Wächter nicht drum herum. „Wir stottern schwer derzeit, haben Personalprobleme und tun uns schwer, Tore zu schießen.“ Er jammere selten, sei Optimist, jetzt habe er aber ein „flaues Gefühl im Magen“ und ergänzt: „Philippsthal ist ganz klar der Favorit.“

Immerhin ist sein Team noch ungeschlagen in 2019, sechs Punkte in vier Spielen sind aber nicht die Welt. Wer Wächter kennt, der weiß, dass seine Teams oft selbst dann siegen, wenn es ihnen kaum einer zutraut.

Die personelle Situation:Beim VfL sind alle Spieler fit – beim Gegner nicht. Julian Schmidt und Hugo, die zuletzt fehlten, sollten bereit sein. Manuel Schmidt eher nicht. Die Defensiv-Größe bestritt wegen Adduktorenproblemen in der Leiste erst ein Spiel in 2019. „Er fehlt mir als Führungsspieler. Er pusht die Mannschaft“, sagt Wächter.

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