Kreisfußballwart Blumhagen macht sich Sorgen: Immer weniger Fußballteams im Kreis

Ronshausen. Die Zahl der Fußball-Mannschaften im Erwachsenenbereich nimmt auch in Waldhessen stetig ab. Das bereitet dem Kreis-Fußball-Ausschuss zunehmend Sorgen.

Beim Zusammenschluss der beiden Fußballkreise Rotenburg und Hersfeld zur Saison 2004/2005 waren noch 142 Seniorenteams am Start, heute sind es nur noch 107. Bei den Männern waren es damals 100, aktuell stehen 74 im Spielbetrieb – fünf weniger als in der Vorsaison. Bei den Alten Herren gibt es gegenüber dem Vorjahr eine Vertretung weniger, bei den Frauen ist es bei elf Teams geblieben. Das einstige Flaggschiff des heimischen Fußballs, der SVA Bad Hersfeld, ist in der neuen Saison namentlich ganz von der Bildfläche verschwunden. Er ist wie die SG Hessen Hersfeld und die SpVgg. Hersfeld Teil der SG Festspielstadt Bad Hersfeld.

Zur neuen Spielzeit bilden auch die A-Ligisten TSV Kalkobes und SV Heenes eine neue SG. Sie schicken aber immerhin drei Teams ins Rennen.

Rückläufige Teamzahlen im Kreis

Die rückläufigen Teamzahlen wirken sich auch auf die Klassenstärken aus. So sind in der Kreisliga A 1 und A 2 nur jeweils 15 Mannschaften am Start; in der B 1 und B 2 werden es je 14 sein, in der C-Liga sogar lediglich 13. Es wird allgemein bezweifelt, dass es gelingt, die heimische Fußballflotte auf einen Wachstumskurs zu bringen. Denn viele Vereine schaffen es nicht mehr, selbstständig am Spielbetrieb teilzunehmen. 

Das lässt die Zahl der Spielgemeinschaften anwachsen. 22 gibt es im Kreis Hersfeld-Rotenburg im Seniorenbereich.

Hersfeld-Rotenburg: Zu wenige Teams in den unteren Ligen

Blumhagen und sein Stellvertreter Rainer Schmidt sind der Meinung, dass man bei den unteren Ligen für einen vernünftigen Spielbetrieb in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen am Limit angelangt sei. Mit der abgelaufenen Saison zeigten sie sich unter dem Strich zufrieden, auch wenn die Wetterkapriolen im Frühjahr allen Beteiligten arg zugesetzt hatten. „In elf Tagen fünf Meisterschaftsspiele zu absolvieren, wird keinem Profiklub zugemutet“, sagte Schmidt. Er hatte es in seiner 18-er Liga, der A 2, besonders schwer, das Programm zu bewältigen. (bt) 

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