Landesliga: Eitra/Oberhaun unterliegt Zwehren/Kassel zu Hause mit 34:35

Als die Kräfte schwanden

Markierte sechs Treffer: Philipp Koch, der junge Rechtsaußen der HSG Eitra/Oberhaun. Foto: Eyert

Bad Hersfeld. Eine erneute Niederlage mit nur einem Tor Unterschied musste die HSG Eitra/Oberhaun im wichtigen Heimspiel gegen den Tabellennachbarn in der Landesliga Nord, die HSG Zwehren/Kassel mit 34:35 (17:16) hinnehmen und bleibt damit weiterhin in den Abstiegskampf verwickelt.

Sie haben gekämpft und gebissen - doch am Ende haben die Kräfte bei den Hauneckern nicht gereicht. Bis zur 50. Minute durften die Fans des Gastgebers auf einen Sieg hoffen, führte ihre HSG doch mit 29:27. Eine stetig ansteigende Fehlerquelle sowohl in der Abwehr wie auch im Angriff brachte die Hausherren letztendlich aber um den verdienten Lohn, wenigstens einen Zähler zu behalten. „Kämpferisch kann ich der Mannschaft wirklich keinen Vorwurf machen. Aber in den letzten zehn Minuten hat sie ihre Linie verloren, wurden zu viele technische Fehler produziert - ganz sicher auch ein Kraftproblem“, so Achim Ursinus, der enttäuschte Coach der Haunecker. Wohlwissend, dass ein Erfolg so wichtig gewesen wäre, um sich ein wenig Luft im Kampf gegen den Abstieg zu verschaffen.

Derweil feierten die Gäste ausgelassen ihren knappen Erfolg, „der ganz sicher nicht unverdient war“, wie Gästetrainer Harald Meissner zufrieden feststellte. „Wir haben heute weniger verschossen als zuletzt, haben uns auch durch einen Vier-Tore-Rückstand nicht verrückt machen lassen und haben uns heran gekämpft“, so Meissner. Wobei sicherlich mit ausschlaggebend war, dass die in der Schlussphase praktizierte 4:2-Deckung vielleicht der Schlüssel zum Erfolg war. „Dadurch haben wir uns viele Bälle erkämpfen können und unsere Chancen genutzt“, freute sich Meissner über den gelungenen Schachzug.

Denn tatsächlich schienen die Gäste nach ausgeglichen verlaufener erster Halbzeit, in der die Führung ständig wechselte, Anfang des zweiten Durchgangs auf die Verliererstraße zu geraten, als Eitra/Oberhaun schnell auf vier Tore (20:16) davon zog und diesen Vorsprung auch bis zur 43. Minute (27:23) hielt. Doch von da an gab es eine Reihe Zeitstrafen gegen die Hausherren, kam der bis dato treffsichere Boze Balic, neben Torwart Thomas Bodenbender bester Mann bei den Gastgebern, kaum noch zu freien Würfen.

Zudem fehlte die Torgefahr aus dem rechten Rückraum (Kienast dienstlich verhindert). Als dann Simon Streckhardt in der entscheidenden Phase auch noch gleich zwei gute Möglichkeiten liegen ließ, war das Spiel gelaufen.

Zwehren/Kassel, das über eine lauf- und konditionell starke Mannschaft verfügte, nutzte seine Chancen in der entscheidenden Phase am Kreis entweder durch direkte Torerfolge oder herausgeholte Siebenmeter, die nach Dümers scheitern an Bodenbender (27.) in der Folge alle sicher von Rittmeier verwandelt wurden. STATISTIK

Von Hans Hantke

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