Handball-Bezirksoberliga: HSG Werra WHO steht zum zweiten Mal ohne Trainer da

Kein Vertrauen - Barzov tritt ab

Hat die Nase voll: Pero Barzov coacht bei der HSG nur noch die C-Junioren. Foto: Walger

Obersuhl. Das Kapitel Pero Barzov und WHO ist sehr kurz geraten. Nach der Heimpleite am Samstag gegen die HSG Gensungen/Felsberg II erklärte der erst im vergangenen November verpflichtete Trainer desHandball-Bezirksoberligisten HSG Werra WHO 09 überraschend seinen Rücktritt. Überraschend deshalb, weil der Start in 2011 vollauf gelungen war.

Brandes überrascht

Zwei Auswärtssiege gab es im Januar zu feiern, der erste sogar im Kreisderby beim Titelkandidaten TSV Bebra. Und das, obwohl Barzov nur noch von der Bank aus und nicht mehr auf dem Spielfeld Akzente setzen konnte. Nach einer Schulteroperation Ende des vergangenen Jahres hatte der Torjäger seine Karriere als Spieler beendet. Und nach dem ersten Rückschlag wirft Pero Barzov nun gleich das Handtuch? „Mich hat seine Entscheidung am Samstag auch überrascht“, sagt Dieter Brandes, der Leiter der HSG Werra. „Von außen wird bei uns viel reingeredet, wer ausgewechselt oder wie gespielt werden soll“, weiß Brandes, „das ist hier in Heringen so. Und da ist Pero empfindlich, das kann er nicht ertragen.“

Während Brandes damit in erster Linie auf besserwisserische Nervensägen auf der Tribüne anspielt, macht Barzov den Kern des Problemes an anderer Stelle aus: „Ich habe im engeren Umfeld kein Vertrauen gespürt.“ Unter diesen Umständen zu arbeiten, „tue ich mir nicht an“. Mit der Niederlage gegen die Gensunger hätte der Rücktritt jedenfalls nichts zu tun, sagt der scheidende Coach. „Und mit der Mannschaft auch nicht“, betont er.

Die wäre am Samstag schlicht kollektiv schlecht gewesen, sagt Dieter Brandes. Aber deshalb steht sie nun nicht ohne Übungsleiter da. Jetzt, so vermutet Brandes, würden die Verantwortlichen für die Bezirksoberliga-Handballer aus Widdershausen, Heringen und Obersuhl erst einmal nach einer internen Übergangslösung suchen.

Ganz geschlossen ist das Kapitel Pero Barzov und WHO allerdings nicht. Denn das langjährige Obersuhler Handball-Idol zieht sich nicht etwa in einen Schmollwinkel zurück - um die C-Jugendlichen der HSG will er sich nach wie vor kümmern. EINWURF

Von Thomas Walger

Quelle: HNA

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