Basketball-Bezirksliga: Hersfeld Titans unterliegen beim TSV Vellmar 65:84

Kein glückliches Händchen

Treffsicherster Titan: Daniel Jede. Foto: Eyert

Vellmar. 2015 beginnt ähnlich wie 2014 geendet hat: Auch im neuen Jahr beweisen die Bezirksliga-Basketballer des TV Hersfeld auf dem Spielfeld kein glückliches Händchen. Ihr erstes Spiel im neuen Jahr haben die Titans am Samstagnachmittag verloren. Beim Tabellendritten TSV Vellmar unterlagen sie 65:84 (28:43).

Während die Gastgeber mit einer gut gefüllten Bank von zehn Mann antraten, reisten die Hersfelder mit gerade einmal einem Auswechselspieler nach Vellmar. Dass dies zu wenig war, zeigte sich früh: Zwar mühten sich die Gäste, eine gute Leistung abzuliefern, vor allem in der Offensive lief insgesamt jedoch zu wenig zusammen.

Lagen die Titans trotz ordentlicher Anfangsphase am Ende des ersten Viertels bereits 13:22 zurück, gerieten sie in den Folgeminuten so richtig in die Bredouille. Insbesondere im Spiel nach vorn begingen sie zu viele Fehler und verzeichneten durch kleine Unaufmerksamkeiten, ungenaue Pässe oder Fehlwürfe einige Ballverluste. Die Vellmarer wussten diese Schwäche zu nutzen: Dank zügigem Umschalten und schnellen Gegenangriffen kamen sie immer wieder zu einfachen Punkten und lagen in der Mitte des zweiten Viertels bereits mit 21 Zählern in Führung.

„Das zweite Viertel hat uns das Genick gebrochen.“

Alai Barite Hersfelds Coach

Dass sie jedoch trotzdem noch an eine Aufholjagd glaubten, stellten die Titans noch vor der Halbzeitpause klar. Vor allem in der Defensive kämpften sie um jeden Ball, arbeiteten sich wieder um einige Zähler heran und gingen beim Stand von 28:43 mit 15 Punkten Rückstand in die Halbzeitpause.

Zu mehr als diesem Aufbäumen reichte es dann aber auch nach dem Seitenwechsel nicht. Zwar war der Wille auf Seiten der Hersfelder unübersehbar da, durch zu viele technische Fehler und eine kontinuierliche Schwäche bei den Rebounds, welche zum Teil wohl auch dem Mangel an Auswechselspielern geschuldet waren, brachten sie sich aber zumindest teilweise selbst um den Lohn. Den Rest trugen die Gastgeber dazu bei: Mit Variabilität und Durchsetzungsvermögen in der Offensive sorgten sie sowohl in Korbnähe als auch jenseits der Drei-Punkte-Linie stets für Gefahr und ließen die Titans nie wirklich herankommen.

Vellmar zieht davon

So gelang es dem Team von Trainer Alai Barite zwar das dritte Viertel mit 16:13 für sich zu entscheiden, im Schlussabschnitt zogen die Vellmarer dann aber doch wieder davon. „Das zweite Viertel hat uns das Genick gebrochen“, meinte Barite nach dem Spiel. „Angesichts der Tatsache, dass wir nur zu sechst und zum Teil nicht topfit waren, können wir uns aber eigentlich glücklich schätzen, dass wir erst am Ende konditionell aufgeben mussten.“

TVH: Ilic 3, Jede 27, Lazor 12, Sahin 12, Schmied 11, Trickovski

Von Kristina Marth

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