Heringens Tischtennis-Chef Stefan Rühlmann vor dem Derby gegen Weiterode

„Kein bisschen nervös“

Eine Bank an Nummer eins: Heringens Spitzenspieler Dusan Snasel. Er kassierte im bisherigen Saisonverlauf erst drei Einzelniederlagen. An der Seite seines Doppelpartners Tonetas Domeika ist er ungeschlagen. Foto: Eyert/Ar

Heringen. Es ist ein ungleiches Duell. Ungleich deshalb, weil der Sieger im Vorfeld schon festzustehen scheint. Am Samstag erwarten die Tischtennis-Hessenligaspieler des TV 03 Heringen den TTV Weiterode zum Derby. Der Fünfte genießt Heimrecht in der Heringer Schulturnhalle (Beginn 18.30 Uhr) gegen das punktlose Schlusslicht. „Wir dürfen den Gegner aber trotz der Tabellensituation nicht unterschätzen“, sagt TV-Abteilungsleiter Dr. Stefan Rühlmann. Der 52-Jährige ist Allgemeinmediziner in Heringen.

Samstag geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gegen Weiterode. Sind Sie im Vorfeld nervös?

Stefan Rühlmann: Nein, kein bisschen. Weiterode ist eine Mannschaft, die wir von der Tabellenkonstellation natürlich schlagen müssen.

Das Hinspiel endete mit einem 9:2. Sie rechnen also mit einem ähnlich hohen Ergebnis im Rückspiel?

Rühlmann: Im Prinzip reicht mir ein 9:7. Aber wir dürfen uns vom Hinspielresultat nicht blenden lassen. Weiterode hat zuletzt in Breitenbach nur mit 6:9 verloren. Und sechs Punkte, die muss dort erst einmal holen. Also wir dürfen den Gegner trotz der Tabellensituation nicht unterschätzen.

Warum?

Rühlmann: Sie haben beispielsweise mit Lothar Oeste sowie Bernhard und Simon Wetterau ganz erfahrene Akteure in ihren Reihen. Und sie können noch etwas: sehr gut kämpfen.

Heringen gewann zuletzt in Gönnern. Hatten Sie diesen Sieg ebenfalls erwartet?

Rühlmann: Ja, schon. Ich habe auch mit einem deutlicheren Sieg für uns gerechnet. Wir führten ja schon mit 6:1. Und da haben die noch einmal richtig aufgedreht. Aber das Schlussdoppel haben unsere Spitzenakteure Dusan Snasel und Tonetas Domeika relativ klar gewonnen.

Nach dem Derby gegen Weiterode kommen aber noch Gegner mit ganz anderem Kaliber auf Heringen zu...

Rühlmann: Aber vor diesen Aufgaben haben wir keine Angst. Ich hoffe, dass wir späestens Ende Februar, also nach den Spielen in Gießen und gegen Fulda-Horas, aus dem Gröbsten heraus sind. Wir sind ja schon ziemlich weit, aber wir müssen ja wegen der Neuordnung der Klasse und der Tatsache, dass vier Teams absteigen, noch aufpassen. Im Normalfall, also bei zwei Absteigern, wären wir schon durch. Überdies haben wir uns ja auch in der Winterpause gut mit Karol Kasparaitis aus Litauen verstärken können. Tonetas Domeika kennt er sehr gut. Er hat bereits schon einmal in Deutschland in Tündern in der 2. Liga gespielt.

Er soll also der Garant für den Klassenerhalt sein?

Rühlmann: Er soll uns auf dem Weg dahin ein Stück weiterhelfen. Und das wird er. Denn er spielt sehr effektiv Tischtennis. Zudem haben wir mit ihm andere Möglichkeiten im Doppel.

Von Hartmut Wenzel

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