Kartoffelbrei gibt Kraft zurück

Die Kunst, diese Strecken durchzuhalten, ist für ihn eher eine psychische als eine physische Leistung. Den inneren Schweinehund überwinden – das ist die wahre Kunst des Ausdauersports und damit auch des Langstreckenschwimmens. Dieser Kampf, der im Kopf stattfindet, fasziniert ihn. Müller-Wolff: „Es kommt nicht auf die einsetzbare körperliche Kraft an, sondern darauf, den Lockrufen des inneren Schweinehundes zu widerstehen. Der versucht permanent, dich dazu zu bewegen, aufzuhören. Gegen diese innere Stimme muss der Kopf programmiert sein.“

Sein Erfolgsrezept: „Nun“, erklärt er, „ich bin halt ein bisschen stur. Und zäh.“ Und er hat für sich Taktiken entwickelt. So schläft er zum Beispiel bei einem 24-Stundenschwimmen nicht.

Pausen legt er nach rund eineinhalb Stunden ein. „Man darf aber auch nicht zu lange unterbrechen, denn dann kostet es größere Überwindung, wieder ins Wasser zu kommen“, erläutert er. Natürlich muss man sich bei solchen Kraftanstrengungen entsprechend ernähren. Neben isotonischen Getränken hat Müller-Wolff den Kartoffelbrei für sich als Kraftnahrung entdeckt. Stets freut er sich, wenn er seine Erfahrungen weitergeben kann: „Das ist dann der größte Erfolg von so einem Schwimm-Wochenende.“

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