„Kampfbetont, aber nicht unfair“: Drei Platzverweise in Obergeis

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Gezogen, gezerrt und gehalten: Wie auf dem Bild zu sehen (vorn Mühlbachs Christian Stöcklein) verlief das letzte Neuensteiner Derby kampfbetont, aber nicht unfair.

Am Samstag standen sie sich letztmalig gegenüber: Bevor die SG Ober-/Untergeis und die SG Mühlbach/Raboldshausen in der SG Neuenstein aufgehen, gab es noch einmal das Derby.

Und es verlief kampfbetont – wie immer. Zwei Rote, eine Gelb-Rote Karte sowie der 3:1-Erfolg der Gäste - das war das Resultat dieses letzten Gemeindeduells. Es ging besonders für die abstiegsbedrohten Gäste um viel. Karsten Schwalm bestätigt, dass das Spiel kampfbetont verlief. „Aber es war auf keinen Fall unfair, wie man nach den Roten Karten vielleicht glauben mag“, erläutert der Obergeiser Trainer. „Es waren ein paar Nickligkeiten dabei, die sich für meine Begriffe aber im Rahmen hielten. Es wurde geschubst, gehalten und gezogen. Schließlich ging es für Mühlbach um den Klassenerhalt, Aber davon war nichts dabei, was man als grobes Foulspiel einstufen kann.“

Vielmehr habe Schiri Uwe Döring einen schlechten Tag erwischt. Schon über die erste Gelb-rote Karte sei viel diskutiert worden. Die hatte Cosmin Calin in der 44. Minute gesehen. Calin setzte sich im Strafraum durch, wurde dabei von Sebastian Stöcklein gehalten. „Für mich war das ein glasklarer Elfer“, so Schwalm. Calin habe dann eine Handbewegung Richtung Stöcklein getan. „Er muss ihn aber nicht getroffen haben. Sonst hätte er ja Rot geben müssen.“

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es noch eine weitere Rote Karte. Diesmal traf es mit Dumitru Neascu einen weiteren Rumänen, der im Zweikampf Sebastian Stöcklein zu spät sah und ihn traf. „Mit einem bisschen Fingerspitzengefühl hätte man hier auch auf Gelb entscheiden können“, sagt selbst Patrick Mans, der Mühlbacher Trainer. Unstrittig war die dritte Rote gegen Pasqual Belosicky, der seinen Gegenspieler ins Gesicht geschlagen haben soll. Mans gesteht aber auch ein, dass ohne die Roten Karten Obergeis als Derbysieger vom Platz gegangen wäre: „Die hätten das locker runtergespielt weil die einfach die bessere Qualität haben. Obwohl wir auch gut losgelegt hatten.

Übrigens: Nach dem Spiel saßen beide Teams zusammen, es gab etwas zu essen. Der neue Trainer stellte sich dabei kurz vor. Christian Pfeiffer wird ein Team übernehmen, dem es an Kampfgeist nicht fehlen

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