Justin Ehling: Und auf einmal bist du Weltmeister!

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Kugel, Urkunden und Medaillen: Justin Ehling und seine Ausbeute bei den Weltmeisterschaften im niederländischen Eygelshoven. Die Goldmedaille ist die mittlere der drei Medaillen.  

Wölfershausen. Justin Ehling hat vor kurzem seinen größten Wurf gelandet. Der 17-jährige Sportkegler ist in Eygelshoven nahe Aachen Weltmeister im Einzel geworden.

Hinzu kommen je eine Silbermedaille im Doppel und eine im Mixed für den 17-jährigen, der aus Wölfershausen stammt. Nach seinen Erfolgen haben wir ihn im Training im Kegelzentrum in Raßdorf besucht, wo sein Verein Bosserode die Heimspiele austrägt

Glückwunsch zum Titelgewinn, Justin. Wie feiert man eigentlich einen WM-Titel im Sportkegeln?

Justin Ehling:Am Finaltag sind ein paar Freunde nach Eygelshoven gekommen und haben mich angefeuert. Ja, und nach der Siegerehrung bin ich mit ihnen noch ein bisschen Feiern gewesen. Hielt sich aber alles im Rahmen.

Waren Sie im Finale nervös?

Ehling: Ich würde lügen, wenn ich jetzt nein sagen würde. Obwohl es eigentlich sehr gut lief. Ich hatte auf der ersten Bahn 40 Holz Vorsprung. Und die hab’ ich dann auch nicht abgegeben. Aber vor dem letzten Wurf hat meine Hand richtig gezittert ...

Und dann?

Ehling: Und auf einmal bist du Weltmeister. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich bin überaus glücklich gewesen, konnte es gar nicht richtig fassen. Bei der Siegerehrung ist die Nationalhymne abgespielt worden. Ich hab’ das alles nicht richtig wahrgenommen. So, als ob das alles ein Traum wäre.

Was gab es als Preis?

Ehling:Es gab natürlich eine Goldmedaille, für die zweiten Plätze Silbermedaillen. Dann auch die Diplome. Und ein Handtuch.

Sehr bescheiden ...

Ehling: Ja, Sportkegeln hat auch nicht den Stellenwert wie andere Sportarten, zum Beispiel Leichtathletik oder Fußball.

Wo sie beim TSV Wölfershausen spielen ...

Ehling: In der B-Liga. Am Wochenende war Saisonauftakt gegen Iba/Machtlos. Wir haben 2:0 gewonnen.

Haben Sie getroffen?

Ehling: Das 1:0 ging auf meine Kappe. Nach einer Ecke hab ich aus 16 Metern draufgehalten. Und der Ball flog in die linke Ecke. Aber das Beste war das Einlaufen. Unser Betreuer Michael Hacke hat mich als Weltmeister vorgestellt.

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