Juniorenfußball: Wildeck ist Kreismeister 

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Die Besten am Tag der Endrunde: Die A-Junioren-Fußballer des neuen Kreismeisters SG Wildeck (in schwarz-rot gestreiften Trikots) und des JFV Aulatal. 

Rotenburg. Die A-Juniorenfußballer der SG Wildeck sind neuer Fußball-Kreismeister in der Halle. Sie bezwangen die SG Aulatal mit 2:1 im Finale. 

Hand aufs Herz: Zäh verlief die Konkurrenz der A-Junioren-Fußballer zunächst, dabei galt diese Altersklasse einst als „Königsklasse“ des Nachwuchses. Doch das Finale entschädigte für vieles. Packend war es, intensiv, mit hohem Tempo, mit verbissenen Zweikämpfen, die bisweilen an die Grenze des Erlaubten oder auch darüber hinaus gingen, kampfbetont, fußballerisch ansprechend – und spannend bis zur letzten Sekunde. Als neuer Kreismeister schälte sich die SG Wildeck heraus: Der Gruppenliga-Spitzenreiter rang die Verbandsliga-Vertretung des JFV Aulatal mit 2:1 nieder.

In der zweimal 15-minütigen Spielzeit war so viel versteckt, dass sich eine Aufzählung lohnt. Die drei Tore fielen schon im ersten Abschnitt. Aulatal, für das der starke Keeper Jannis Bämpfer früh Eins-gegen-Eins rettete, ging zeitig in Führung: Nils Wolfs tollen Pass an den langen Pfosten nutzte Noah Klawonn. Schon jetzt war ersichtlich, dass sich der Verbandsligist gegenüber dem Halbfinale (2:0 gegen Ulfetal-Weiterode, Klawonn und Kunze trafen) beträchtlich steigerte.

Doch Wildeck, spielerisch souverän im Halbfinale (5:0 gegen Kreisliga-Spitzenreiter Alheim), schlug im Endspiel bald zurück. Nach Patrice Mangolds Ecken-Zuspiel reagierte Tom Pierce, ebenso wie sein Zwillingsbruder Dennis vom Viktoria-Fulda-Aufenthalt zurückgekehrt, zum Ausgleich. Und als Aulatal Wildecks Henrik Schlüter nicht energisch störte, traf der unter die Latte zum 2:1. Noch vor dem Wechsel hatte der Mecklarer Nils Eckhardt Pech mit zwei Abschlüssen.

Nach dem Wechsel drehte der Verbandsligist, bei dem Nils Bickel im Tor seine Sache ebenso gut machte wie sein Vorgänger, auf – und scheiterte daran, einige Überzahl-Situationen nicht gut ausgespielt zu haben. Zudem vergaben Klawonn, Manß, Wolf nach toller Kombination und Kunze. Der Verbandsligist besaß mehr und die besseren Torchancen – Wildeck indessen nutzte seine wenigen Möglichkeiten im ersten Abschnitt konsequenter, das heißt, der Kreismeister machte aus wenig viel.

Felix Bodes aus dem Aulataler Betreuerteam meinte: „Die Niederlage war ziemlich unglücklich. Vor dem Tor haben wir zu lange überlegt, fehlten das Selbstvertrauen und die Entschlossenheit.“

Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth hat in seinem Berufsleben schon so manches erlebt. Dieses Mal durfte aber auch er, der den Gruppenliga-Spitzenreiter neben Kay Mangold trainiert und betreut, erst einmal durchatmen – nach einem Duell, das im zweiten Abschnitt immer mehr an Fahrt aufnahm und sich emotional zuspitzte.

„Zum Schluss war das Quäntchen Glück entscheidend“, sagte er, „die beiden besten Mannschaften standen ohne Frage auch im Finale. Zum Glück sind wir mit zwölf Spielern angereist“, spielte er auf die üppig bemessene Spielzeit an.

Der dritte Platz dieses Vierer-Endrundenturniers ging an die JSG Alheim, die sich im kleinen Finale mit 5:4 im Siebenmeterschießen gegen den höherklassigen Gruppenligisten Ulfetal-Weiterode durchsetzte. Nach Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2.

Hier ragte ein Einzelspieler heraus: Alheims André Rabe. Er ist der jüngere Bruder des Ex-Hohe Lufters Alex Rabe. André bestach durch Ballsicherheit, eine gute Quote im Passspiel und sein Durchsezungsvermögen im Spiel Eins gegen Eins. So erzielte er im Spiel um Platz drei den ersten Treffer selbst und bereitete den abermaligen Ausgleich zum 2:2 vor. Doch das Beste kam zum Schluss.

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Klawonn trifft nach Wolfs Vorlage

Entschlossenheit im Abschluss fehlt

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