Juniorenfußball: Aulatal überrascht 

+
Jetzt winkt das Halbfinale im Regionalpokal: Aulatals Trainer Marc Fürstenhöfer. 

Die C-Junioren-Fußballer des JFV Aulatal haben das Halbfinale im Regionalpokal erreicht.

Kirchheim – Am Dienstagabend besiegten sie im Duell Gruppenligist gegen Verbandsligist den JFV Fulda verdient mit 2:1 (1:1). Im Halbfinale am 22. Mai trifft Aulatal auf den Sieger des Duells zwischen dem TSV Künzell und Viktoria Fulda.

Anfangs besaß Aulatal zu viel Respekt vor dem klassenhöheren Kontrahenten aus Fulda. Der fiel weniger durch gefälligen Spielaufbau auf, sondern spielte schnell und geradlinig in die Spitze. Nachdem Gäste-Angreifer Linus Gaube zweimal Abschluss-Pech hatte, war er im dritten Versuch , als er per Kopf noch an eine Flanke ins Tor verlängerte erfolgreicher – es stand 0:1.

Der Gastgeber aber zeigte eine starke Reaktion. Torben Tränker scheiterte nach Blankenbachs Diagonalball noch Eins-gegen-eins an Fuldas Keeper Bien – wenig später aber gelang Aulatal der Ausgleich. Und der war sowohl in Entstehung und Abschluss sinnbildlich: Der Gruppenligist war willensstark und kämpfte solange, bis er Erfolg hatte. Daniel Florus traf im x-ten Versuch, nachdem er die Latte getroffen und sein erneuter Schuss geblockt wurde, im dritten Versuch flach neben den Pfosten.

Bei einer weiteren großen Chance stand sich der Gastgeber nach toller Kombination durch schwachen Abschluss selbst im Weg. Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte der Gruppenligist in einigen Situationen Glück, als der ebenso wie Niklas Schmitt starke Verteidiger Simon Blankenbach die Kugel per Kopf über die Latte bugsierte und Patrit Jakupis Abschluss übers Tor ging.

Aber auch daraus befreite sich der Gastgeber – und schlug im Handumdrehen zurück. Fünf Minuten waren vorüber, als Aulatal neben seinem Herz auch spielerisches Vermögen einsetzte: Lauri Höhmann legte ab, und Torben Tränker traf zum 2:1.

Fulda versuchte in der Folge einiges – stets aber hatte man das Gefühl, dass das Team wenig strukturiert auftrat und miteinander kombinierte, darüber hinaus im Abschluss die Durchschlagskraft fehlte.

Aulatal spielte einige Konter schlecht aus, und Trainer Marc Fürstenhöfer meinte: „Das musst du cleverer spielen. Dann machst du den Sack zu.“

Ansonsten aber verteilte er Lob an sein Team. „Wir haben das sehr gut gemacht. In der ersten Viertelstunde waren wir nicht so im Spiel, die Zuteilung hat gefehlt. Das haben wir geändert – dann haben wir zu uns gefunden, gut kombiniert und den Ball laufen lassen.

Besonders gefallen hat mir das Wechselspiel zwischen Diagonalbällen und Kombinationen.“ Weniger zufrieden war Fuldas Coach Zbigniew Fabinski. „Aulatal hat das Spiel durch Kampf gewonnen. Mit unserer Leistung war ich nicht einverstanden. Wir wollten das spielerisch lösen, das reicht aber nicht.“ Und der ehrgeizige Trainer ist um Impulse bemüht. Ab Sommer übernimmt er die A-Junioren – und es gibt eine Kooperation mit dem VfL Bochum.

Einer soll nicht vergessen werden: Schiri Maik Leidorf zeigte eine starke Leistung – mit wachem Einblick und gutem Gespür für Situationen. Am Abend, als Vater Fürstenhöfer gegen Sohn Fürstenhöfer (kickte auf Fuldas Seite) spielte.

Aulatal: Mendera - Hanst, Schmitt, Blankenbach, Reuber, Tränker, Malachowski, Völker, Florus, Lipphardt, Höhmann sowie Nett, Schmidt, Böhm Fulda: Bien - Fürstenhöfer, Nau, Witkowski, Winkow, Löser, Ronken, Seifert, Venema, Gaube, Jakupi sowie Novakovic, Czekalla, Dittmann SR: Maik Leidorf (Gudegrund) Tore: 0:1 Gaube (21.), 1:1 Florus (25.), 2:1 Tränker (51.)

Kommentare