Handball-Landesliga

TV Hersfeld  ist heiß auf das Topduell gegen Hünfeld

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Es wird zur Sache gehen am Samstag: Einen Vorgeschmack bietet unser Foto aus dem vergangenen Jahr, auf dem sich Philipp Koch (Mitte) gegen zwei Hünfelder durchtankt.

Bad Hersfeld. Zweiter gegen Ersten, dazu noch ein Duell unter Nachbarn – mehr Spitzenspiel geht nicht, wenn am Samstag in der Handball-Landesliga der TV Hersfeld und der Hünfelder SV aufeinandertreffen. Erster Ballwechsel in der Geistalhalle ist um 18.30 Uhr.

Zwei Niederlagen in Wanfried und in Großenlüder sowie ein Remis in Baunatal – das ist alles, was der Tabellenführer, der vom ehemaligen Hersfelder Dominik Jäger trainiert wird, bislang an Federn hat lassen müssen. Umgekehrt ist die Heimbilanz des TVH makellos: neun Spiele, neun Siege. Im Hinspiel in Hünfeld hatten die Gastgeber allerdings mit 33:27 deutlich die Nase vorn.

„Das ist das Nonplusultra in der Liga im Moment“, sagt auch Dragos Negovan. Dass die Hünfelder dort oben stehen, habe er „ehrlich nicht erwartet“, gibt der Trainer zu. „Aber sie haben eine großartige Hinrunde gespielt und stehen verdient da.“ Die Trümpfe der Hünfelder? Homogenität, findet Negovan: „Die Mannschaft ist seit Jahren eingespielt, sie hat eine gute Defensive mit einem starken Torwart und eine sehr gute erste Welle.“ Der Respekt ist allerdings gegenseitig: Negovans Gegenüber Dominik Jäger hält Kai Hüter nach wie vor für den stärksten Keeper der Landesliga. „Marco Kemmerzell ist ein absoluter Denker und Lenker, aber im Hersfelder Rückraum kann eigentlich jeder Spieler allein ein Spiel entscheiden“, verteilt Jäger Komplimente.

Taktik-Tüfteleien

Hat der Tabellenführer um den überragenden Spielmacher Felix Kircher auch Schwächen? „Klar, die gibt es“, sagt Dragos Negovan. Präziser wird er allerdings nicht: An der Taktik wurde unter der Woche noch getüftelt, deutet der Trainer an. Was seiner Mannschaft im Moment zum Spitzenreiter fehlt, will Negovan ebenfalls nicht näher ausbreiten. „Drei Punkte“, sagt er lapidar. Und verweist darauf, dass sein Team immer dann, wenn es Spiele verlor, personell geschwächt gewesen sei. „Jetzt aber sind wir auf einem guten Weg“, sagt er und meint damit die jüngsten Resultate – 2017 gab es bislang nur Siege – und die Tatsache, dass bis auf Torwart Stefan Fohr (Rücken) und den Langzeitverletzten Alexander Kehl (Kreuzband) alle Akteure an Bord sind.

„Wir wollen die Punkte in Hersfeld behalten, und wenn wir das schaffen, wird es noch eine spannende Saison“, lässt sich der Trainer sogar so etwas wie eine kleine Kampfansage über den Spieltag hinaus entlocken. Negovan hofft auf viele Zuschauer in der Halle und stellt klar: „Ich freue mich auf das Spiel, und die Jungs freuen sich auch!“

Von Rainer Henkel

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