Handball/Oberliga: TV Hersfeld braucht Samstag gegen den Vierten SG Wallau einen Erfolg

Jetzt muss ‘was kommen!

bad hersfeld. Erstes Heimspiel für den TV Hersfeld im Jahr 2011: Am Samstag, 18.30 Uhr, stellt sich der Tabellenvierte SG Wallau beim Handball-Oberligisten in der Geistalhalle vor. Wer im achten Heimspiel dieser Saison den dritten Heimsieg der Hersfelder erwartet, darf sich mit Fug und Recht als Optimist einordnen lassen.

Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen haben die Gäste aus Wallau bislang lediglich ihre Auswärtsspiele bei den Spitzenteams in Reinheim und Dutenhofen/Münchholzhausen verloren. Zum anderen hat der TVH bislang zuhause nur gegen die Aufsteiger aus Eschwege und Babenhausen gewonnen.

Das reicht noch nicht an Gründen? Okay, weiter geht’s. Im Hinspiel in Wallau kam Hersfeld mit 19:34 unter die Räder. Und während die Südhessen ihre ersten beiden Spiele nach der Winterpause gewonnen haben, kam der TVH am vergangenen Sonntag bei Spitzenreiter Kleenheim mit 25:42 unter die Räder, kassierte dabei seine höchste Saisonpleite und musste abermals feststellen, dass er vom Spitzenniveau der Oberliga soweit entfernt ist, wie die Erde von der Sonne.

Mehr als Zweckoptimismus verbietet sich also vor dem Duell mit Wallau. Das weiß auch Tomas Pankiewicz, einer der beiden Torhüter des TVH. „Ich weiß nicht, ob wir das Spiel in Kleenheim so einfach wegstecken können. Die waren superstark und haben unsere Schwächen schonungslos aufgedeckt“, sagt er. Man habe den Gastgebern überhaupt nichts entgegenzusetzen gehabt.

Fünf Punkte Rückstand

Auch Trainer Peter Schikarski war vom erschreckend schwachen Auftritt seiner Mannschaft bitter enttäuscht. Man habe sich versteckt wie das Kaninchen vor der Schlange und kampflos in sein Schicksal ergeben, gab er am Sonntag zu Protokoll.

Doch was nützt alles Lamentieren? Wer in den verbleibenden zwölf Spielen fünf Punkte auf die Konkurrenz gutmachen muss, um am Ende nicht abzusteigen, der muss so schnell wie möglich damit beginnen. Und so zählt am Samstag nur ein Sieg.

Schikarski wäre nicht Schikarski, wenn er während der Woche nicht seinen Optimismus wiedergefunden hätte. „Ich hoffe, dass wir uns so präsentieren, wie man sich im Heimspiel präsentieren muss: Aggressiv, kampfstark und selbstbewusst“, sagt er. Der Trainer hofft abermals, dass Marco Kemmerzell (Oberschenkel) und Jan Röder (Rücken) rechtzeitig fit werden. „Dann haben wir auch gegen die starken Wallauer eine Chance.“ † hintergrund

Von Sascha Herrmann

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