A-Junioren/Kreismeisterschaften

Futsal: Das Aulataler Finale

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Seine Entwicklung verläuft ansprechend: Steffen Skrabal zeigte sich in der Halle in guter Verfassung.

Rotenburg. Wohl dem, der über solche Substanz in seinem Kader verfügt. Schon in der Vorrunde belegten zwei der drei Teams des Verbandsligisten JFV Aulatal die beiden ersten Plätze – bei der Futsal-Kreismeisterschafts-Endrunde bestätigten sie ihre hiesige Ausnahmestellung. Beide Vertretungen Aulatals erreichten das Finale: Dort zwang die zweite Vertretung die erste mit 7:6 nach Sechsmeterschießen in die Knie. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden.

Vielleicht wähnte sich die Erste zu sicher, als Jannik Hofmann schon in der ersten Minute des Endspiels die Führung gelang. Und als später Lorenz Hoss’ Abschluss und Hofmanns Flachschuss nicht das Ziel fanden, Jonas Hagedorn zudem einen Schritt vor Kevin Kunze rettete, Torwart Nils Schuhmann überdies toll Eins-gegen-eins gegen Hoss parierte.

Doch die Zweite ließ sich nicht unterkriegen. Sie tat auch im internen Duell das, was sie schon das gesamte Turnier über auszeichnete: Sie kämpfte, zeigte Leidenschaft und glich die fußballerische Überlegenheit ihres Kontrahenten durch Geschlossenheit aus. Das wurde 30 Sekunden vor dem Ende belohnt: Daniel Vollmers Schuss landete abgefälscht an der Latte – und Khan Bilal, der an diesem Tag offensiv positiv in Erscheinung trat, kämpfte den Ball zum Ausgleich über die Linie.

Das Sechsmeterschießen sollte die Entscheidung bringen, und Schuss Nummer 13 sorgte für den neuen Kreismeister: Leonhard Käsmann war der Glückliche und traf zum 7:6-Endstand.

Er habe die Kreismeisterschaft positiv angesprochen bei seinen Jungs, erklärte Trainer Ernest Veapi. „Halle ist im Grunde wie Kunstrasen. Du musst schnell spielen, die Pässe müssen kommen und es ist ein guter Test für die Kondition.“ Bei einer Spielzeit von 15 Minuten trifft dies zu. „Wichtig war, dass es keine Verletzten gab. Und fußballerisch haben wir es ganz gut gelöst. Es war ansprechend“, war der Coach mit der Leistung seiner Spieler einverstanden.

Schließlich war Aulatals Personaldecke an diesem Tag sehr dünn. Vier Kräfte waren zur Skifreizeit, die Erste hatte nur einen Spieler zum Wechseln zur Verfügung, die Zweite zwei.

Schon im Auftaktspiel unterstrich Aulatals Erste, die vor dem Endspiel in drei Partien 13:2 Tore herausschoss, ihr Vermögen. Beim 6:0 zum Auftakt gegen Hohenroda/Schenklengsfeld/Friedewald bewegten sich die Spieler toll in die Räume, brachten Tempo und Dynamik rein.

Und die Zweite zeigte, welche Moral in ihr steckt, als sie in ihrem zweiten Spiel der Vorrunde gegen Hauneck-Haunetal ein Sieg mit zwei Toren Differenz benötigte. Ständig trieb sie das Spiel an. Der Lohn: Treffer durch Jonas Hagedorn und Khan Bilal. Und der Sprung ins Halbfinale. Auch das bewies, dass Substanz im Verbandsliga-Kader steckt.

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