Fußball: Hünfelder SV steigt in die Hessenliga auf

HSV-Coach Weber setzt auf die Achse

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Meisterjubel: Ausgelassen feierten die Hünfelder die Meisterschaft in der Verbandsliga. 

Hünfeld. Nach vier Jahren in der Fußball-Verbandsliga Nord kehrt der Hünfelder SV in die Hessenliga zurück. Der Titelgewinn gelang der Mannschaft von Trainer Dominik Weber mit acht Punkten Vorsprung vor dem Zweiten SSV Sand und vor den Fuldaer Lokalrivalen TSV Lehnerz II (3. Platz) und der SG Johannesberg (4.) – eine souveräne Leistung.

Für den Coach waren gleich mehrere Punkte ausschlaggebend für den großartigen Erfolg. Zum einen der gute Teamgeist, zum anderen Willen und Ehrgeiz, auch im Training. „Das hat die Mannschaft ausgezeichnet“, sagt Weber, der Hünfeld bereits in der fünften Serie trainiert.

Kommt eine gute Offensivleistung hinzu. Zwar war Maximilian Fröhlich mit 18 Treffern der beste Torschütze, die anderen in der Offensive wie Sebastian Schuch (16), Kevin Krieger (16) und auch Christoph Neidhardt (12) standen ihm aber nur wenig nach. Die vier vereinen 62 von insgesamt 86 Treffern auf sich.

Aus taktischer Sicht war für Weber besonders wichtig, dass die Achse mit Julian Rohde, Steffen Witzel, Krieger und Schuch durchgespielt hat. „Auf sie war Verlass, sie haben sich im Spiel und Training eingebracht. Und von den vieren hat sich auch keiner verletzt. Ich werde auch in der nächsten Saison auf diese Achse setzen.“

Oldtimer reaktiviert

Ursprünglich gehörte auch der aus Hersfeld stammende Sebastian Ernst dazu. Doch der Keeper hatte sich vor der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen und konnte nach langer Reha erst im letzten Spiel eingesetzt werden. Bedingt durch Ernsts Verletzung wurde noch einmal Oldtimer Christian Ruck reaktiviert, auch Dennis Theisenroth sowie Nachwuchskeeper Jonas Hosenfeld kamen zum Einsatz.

Als „Knackpunkt“ der Serie bezeichnete Schuch die 0:4-Niederlage in Johannesberg noch im vergangenen Jahr. „Die war heilsam, danach haben wir eine Superserie mit elf Siegen in Folge gestartet“, sagt der Oberaulaer, der als einzige Spitze im 4-2-3-1-System agiert. Schuch sei fast unverzichtbar. Weber: „Er hat den größten Ehrgeiz. Obwohl er mit den weitesten Anfahrtsweg hat, verpasst er kaum ein Training.“ Auch der Dritte aus der Hersfelder Kante, Nils Wenzel, erhält vom Coach ein Sonderlob: „Ich bin ein großer Fan von Nils. Ganz einfach, weil er sehr variabel einsetzbar ist und viele Positionen spielen kann.“ Nach längerer Verletzungspause hat er seinen Stammplatz in der Innenverteidigung gefunden.

Dass die kommende Serie in Hessens höchster Liga nicht einfach werden wird, weiß Weber. Nur zwei Spieler, Tarek Belaarbi und Marius Bublitz werden den HSV nach dieser Saison verlassen. Gestern konnte der HSV mit André Vogt vom Nachbarn TSV Lehnerz auch den ersten Zugang präsentieren.

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