HSG Werra WHO: Die Hoffnung lebt weiter

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Einstand geglückt: Neuzugang Antonio Jelusic gelangen vier Treffer für die WHO.

Obersuhl - Das war wichtig: Die HSG Werra WHO hat das Kellerduell der Handball-Landesliga gegen Wesertal verdient mit 29:25 (14:11) gewonnen.

Das zarte Pflänzchen „Klassenerhalt“ der HSG WHO 09 Werra hat neue Nahrung bekommen. Durch den 29:25-Heimsieg über die HSG Wesertal haben die Kalistädter den Anschluss an die davor platzierten Teams in der Handball-Landesliga hergestellt. In der spielerisch armen, aber stets spannenden Partie, hatte das Fischer-Team am Ende mehr zuzusetzen und gewann verdient.

Das aufgrund der Tabellensituation keine Handball-Delikatesse zu erwarten war, unterstrich die Partie über weite Strecken. Dafür erhielten die Fans beider Mannschaften aber eine emotionale Achterbahn. Dies wurde auch durch die schwachen Unparteiischen gefördert, die mit 26 Minuten Zeitstrafen und 16 Strafwürfen dazu beitrugen, dass selten ein flüssiger Spielverlauf zustande kam. Dazu gesellte sich Nervosität und Fahrigkeit auf beiden Seiten, so stand das Spiel bis Mitte der ersten Hälfte beim 6:6 auf Augenhöhe.

Erschreckend schwach zeigten sich dabei die Angriffsreihen, sodass die Keeper Kevin Schottman und beim Gast Tobias Wellmann zu den stärksten Spielern avancierten. Doch nachdem „JUB“ Berz per Siebenmeter zum 7:6 traf, löste die WHO ihre Verkrampfung – vorerst! Tore durch „Franz“ Chyba, „Socke“ Strümpf, Hermann Bach, der die Abwehr gut organisierte und Berz schraubten den Vorsprung mit einem 6:0-Lauf auf 14:8 (25.), die Hoffnung auf ein dickes Pausenpolster war geweckt.

„Doch dann hatten wir wilde zehn Minuten, spielten undiszipliniert und bauten Wesertal auf“, merkte WHO-Trainer Jörg Fischer später an. In der Tat erholte sich der Gast, verkürzte zur Pause auf 14:11 und ließ nach Wiederbeginn weitere Tore folgen. So stand es in der 37. Minute 16:17, hatte Wesertal seinerseits durch ein 9:1(!) erstmals wieder die Führung erzielt, die, angeführt von Max Simon und Tjorben Herbold, bis zum 20:20, das Chyba erzielte, hielt.

Spätestens jetzt war aber kaum noch Spielfluss zu erkennen: Denn eine Flut von Zeitstrafen, vornehmlich für die WHO, begünstigten den Gast, der aber letztlich an zwei Dingen scheiterte. Zum einen an seiner mageren Ausbeute vom Punkt, wo von sieben Strafwürfen nur einer (!) verwertet wurde. Zum anderen aber an der Kampfkraft der Gastgeber, die sich zusammenrissen und nach Marco Malsch Tor zum 22:20 auf die Siegerstraße eingebogen waren. Unterstützt durch Keeper Schottmann, seine stehenden Fans, den guten Einstand von Neuzugang Antonio Jelusic und bessere Treffsicherheit stand am Ende das verdiente 29:25 auf der Anzeigetafel.

HSG Werra: Schottmann, Oetzel - Bach (2), Czyba (7), Malsch (3), Strümpf (3), Schneider (2), Schramm, Breitbarth, Reuchsel, Berz (7/1), Raljic, Duric (1) , Jelusic (4), Krause

HSG Wesertal: T. Wellhausen, Gerland - M. Herbold (2), T. Herbold (6), Müller, Wunder (3), Theis (1), Simon (7), Kaufmann, Hellring (2/1), Brunst (2), Dworok (2), Leibecke, Leinhardt

SR:Frank/Steiß (HSG Großenbusek/Beuern) - Z: 200

Zeitstrafen: 16 Min. - 10 Min.

Siebenmeter: 9/3 - 7/1

Von Michael W.Rimkus

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