FUSSBALL-KREISOBERLIGA

Hohenrodas Trainer Heiderich: Wir geben jetzt Vollgas

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Halten auch in schlechten Zeiten zusammen: Hohenrodas Trainer Thorsten Heiderich und sein Kreisoberliga-Team. 

Der erste Teil der Spielserie in der Fußball-Kreisoberliga Nord verlief für die Fußballer der FSG Hohenroda nicht nach Wunsch. Sie schließen das Jahr als Zwölftplatzierter ab.

16 Punkte sammelten sie in 18 Spielen – die Kicker aus Ransbach und Mansbach müssen aufpassen, nicht in die Abstiegsränge zu rutschen. Das aber ist nicht ihr Ziel. Wir sprachen mit Coach Thorsten Heiderich (48).

Wie ist der momentane Tabellenstand zu erklären?

Wir haben im vergangenen Jahr eine herausragende Serie gespielt und die mit Platz sechs abgeschlossen. Die Erwartungen waren gestiegen, und jetzt ist es nicht so gut gelaufen. Schon der Start nicht; in der vergangenen Runde hatten wir gegen den jetzigen Gruppenligisten Eiterfeld gewonnen, dieses Mal haben wir in Niederjossa (1:1) unentschieden gespielt. Ich will den bisherigen Verlauf gar nicht auf Verletzungen oder Ähnliches schieben, und am Ende wollte die Mannschaft vielleicht auch zu viel. Doch es stehen immer elf Mann auf dem Platz. Wir sind eine Gemeinschaft.

Wie geht die Mannschaft damit um?

Sie muss da durch und daraus lernen. Schafft sie das – und das ist mein Gefühl – werden wir gestärkt daraus hervorgehen.

Natürlich gab es auch positive Momente. Was zählen Sie dazu?

Unsere Heimspiele gegen die SG Wildeck (1:0) oder den FSV Hohe Luft (4:2). Der jungen Mannschaft fehlt noch die Konstanz. Das ist in erster Linie dem Alter geschuldet.

Die Anzahl der Gegentore (es waren 45) oder die der zu vielen Unentschieden (7) – was stört Sie mehr?

(Lacht)Beides. Nein, natürlich die Anzahl der Gegentore. Wir haben einfach zu viele davon hergeschenkt. Und es ist ja so: Lieber zweimal verloren und einmal gewinnen, als zweimal unentschieden zu spielen – da hast du immer noch einen Punkt mehr.

Ihr Team hat nur zwei seiner zehn Heimspiele gewonnen, war nur einmal auswärts erfolgreich – das sind keine guten Zahlen...

Ja, aber das ist logisch, dass sich das im Tabellenplatz widerspiegelt. Doch wir halten in guten wie in schlechten Zeiten zusammen. Und gerade sind schlechte Zeiten.

Sie haben die FSG Hohenroda vor gut zwei Jahren von Andjelko Urosevic, der jetzt in Bebra als Trainer arbeitet, übernommen. Wie hat sie sich seitdem entwickelt?

In der ersten Serie haben wir als Zwölfter den Klassenerhalt der Kreisosberliga geschafft. Im Jahr danach sind wir Sechster geworden. Es ging stetig bergauf in Hohenroda – jetzt stecken wir in einer kleinen Talsohle. Wie gesagt: Das lösen wir gemeinsam.

Wie meinen Sie das, welches sind Ihre Gründe dieser Annahme?

Die FSG Hohenroda ist eine große Gemeinschaft. Die Jungs unternehmen viel zusammen. In keinen Sportlerheimen ist so viel los wie in Ransbach oder Mansbach. Wir sitzen nach den Spielen noch lange zusammen. So waren nach unserem Derby gegen Philippsthal (4:4) noch mehr Gäste auf dem Vorplatz des Ransbacher Sportplatzes, als andernorts Zuschauer während eines Spiels anzutreffen sind.

Können Sie sich auf die Anhänger in Hohenroda verlassen?

Trotz dieser Talsohle kommen nach wie vor viele Zuschauer zu unseren Spielen – auch auswärts ist das der Fall. Da möchte ich unsere Alten Herren hervorheben.

Ist es sinnvoll, in dieser Serie noch ein anderes Ziel auszugeben als den Klassenerhalt?

Die Platzierung ist nun mal da. Wir geben in der Winter-Vorbereitung ab Ende Januar alle Vollgas. Zum Teil wollen sich die Spieler zuvor zum Laufen treffen. Am 8. März nächsten Jahres haben wir in Weiterode unser erstes Spiel. Am ersten Januar-Wochenende nehmen wir an einem Hallenturnier in Wildeck teil.

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