Fußball-Kreisoberliga

Hohenroda siegt 2:1 in Wippershain

Von Walter Kell

Wippershain. Den Fußballern der FSG Hohenroda ist die Revanche für die 2:5-Hinspielniederlage geglückt: Mit 2:1 (2:1) setzten sie sich am Samstag im Derby, das gleichzeitig ein Duell im Kampf um den Klassenerhalt der Kreisoberliga Nord war, bei der SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain durch.

Keine Frage: Hohenroda siegte, übers gesamte Spiel betrachtet, verdient. Der Gast bot keine besonders gute Gesamtleistung – er wollte den Sieg aber mehr als sein Kontrahent, wirkte spritziger und aggressiver, arbeitete in der ersten halben Stunde und in der Anfangsphase des zweiten Abschnitts als Team besser zusammen – und er nutzte seine wenigen Torchancen resolut. Genauer gesagt: Die FSG bestrafte die Inaktivität und das Nicht-Wach-Sein ihres Kontrahenten.

Tolles Führungstor

Auf nach wie vor unebenem Untergrund, auf dem Wille, Geduld und Arbeit entscheiden mussten, zeigte Hohenroda anfangs, was fußballerisch im Team steckt: „Sechser“ Kilian Krüger, stark in der ersten Halbzeit, bediente den ebenfalls auffallenden Pjeter Nushi, der nahm den Flugball gekonnt mit, passte von der Grundlinie zurück – und Dennis Powalla war beim Führungstor einen Schritt schneller als sein Gegenspieler. Die Antwort folgte prompt: Freistoß Schossow, Hohenroda verteidigt nachlässig – Reinhardt ist beim 1:1 der Nutznießer. Den seltenen Umstand dreier Tore in drei Minuten gab es im Handumdrehen: Nach einer Flanke schlief der Gastgeber beim Klärungsversuch – und Felix Heinemann traf aus der Drehung zum 2:1 für die FSG.

Zu passiv

Der Gastgeber investierte viel zu wenig, um zu drei Punkten kommen zu können. Seine Spielanlage war zu passiv. Zwar fehlten der zuletzt starke Sabrowski (beruflich verhindert), Maik Schmidt (privat verhindert) und Markus Pitton (Muskelbündelriss) schmerzhaft – aber ein Ruck ging höchstens ansatzweise durch die Mannschaft.

Positiv bleibt die Leistung eines „Nachrückers“ in Erinnerung: Durch Fleiß und Zuverlässigkeit verdiente sich Daniel Thornagel eine Bewertung über dem Strich. Nicht umsonst verhinderte er das 1:3, als er Erbes Schuss von der Torlinie kratzte (48.). Und Charakter-Spieler Tobias Reinhardt, der „Fels in der Brandung“, hatte, wieder einmal, zu wenig Unterstützung.

Schenklengsfeld/Rot./Wipp.:Hebel - Strehl, Lange, Ries, Thornagel - Burkhard, Reinhardt - Schossow, Sut, Brandau - Nothbaum (62. Römhild)

Hohenroda: Weiß - Münkel - Schade, Wiesenthal - Krüger, Peter - Fischer, Erbe, Powalla - Nushi, Heinemann sowie Jannick Rudolph, Robin Rudolph, Jörn Rosenthal

SR: Marco Börner (Bebra), Z:150

Tore: 0:1 Powalla (11.), 1:1 Reinhardt (12.), 1:2 Heinemann (13.)

Rubriklistenbild: © Foto: Friedhelm Eyert

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