ReserveCup: Die FSG siegt bei der 22. Auflage des TSV Ransbach – ein Tag zum Erleben

Hohenroda kämpft sich frei

Szenen einer Veranstaltung, die in Erinnerung bleiben wird: Sie zeigen den Sieger des ReserveCups 2014, die FSG Hohenroda (in weißen Trikots). Hier im Viertelfinale gegen Eiterfeld/Leimbach, das sie 2:1 nach Golden Goal gewann. Auf dem Foto links Albert Jakwerth, rechts Sven Pfalzgraf. Fotos: Eyert

ransbach. Beseelte Stimmung wie auf dem Höhepunkt einer Party, gelebte Emotionen, dichte Atmosphäre – man durfte eintauchen in den Finaltag des ReserveCups des TSV Ransbach. Manch einer fragte sich in der Sporthalle Hohenroda, ob das noch zu toppen ist: der Teufel war los. Und die 22. Auflage endete, wie es sich der Gastgeber nicht besser hätte wünschen können: mit einem Sieg der FSG Hohenroda. Sie besiegte im Endspiel die SG Hülsa 5:2. Rang drei sicherte der VfL Philippsthal, der sich im kleinen Finale gegen die SG Sorga/Kathus mit 2:1 durchsetzte.

Hohenroda kämpfte, als gebe es kein Morgen. Nachdem das Team im Viertelfinale die spiel- und offensivstarke Vertretung Eiterfeld/Leimbachs nach Golden Goal (Martin Erbe traf dreißig Sekunden vor Spielende) mit 2:1 und im Halbfinale Sorga/Kathus „im Duell der krachenden Emotionen“ mit 2:0 förmlich niedergerungen hatte, war der Weg ins Endspiel frei. Und damit zum Turniersieg.

Auf dem Zahnfleisch

Denn so sehr sich Hohenroda reingearbeitet hatte in die Konkurrenz, so sehr ließ Hülsa im Endspiel nach. Das aber war kein Wunder, musste der Abo-Teilnehmer der Veranstaltung doch ab dem Viertelfinale quasi ohne Ersatzspieler auskommen; Florian Eckhardt und Routinier Bruno Hassenpflug hatten sich verletzt. Dennoch glich Hülsa im Finale zweimal aus: durch Spielertrainer Martin Eckhardt und Marco Jung, den Torschützen vom Dienst. Dennoch musste das spielerisch beste Team des Turniers um seinen intelligenten Kopf Matthias Mönch klein beigeben. Hohenroda stellte, und das ist nicht despektierlich gemeint, einige Fußball-Arbeiter – und hatte einen Kicker, der die Aktionen veredelte: Martin Erbe.

Der durfte, nachdem er einer schwerwiegenden Kopfverletzung entkommen war und lange hatte pausieren müssen, beim ReserveCup mitwirken. Für die entscheidenden Momente beim Turniersieger war er zuständig. Er erzielte das Siegtor im Viertelfinale, beide Treffer im Halbfinale und zwei Tore im Endspiel. Sehenswert da: sein Führungstreffer zum 1:0. Leichtfüßig ließ er Eckhardt stehen und schloss mit der Pike halbhoch ins lange Eck ab. Typisch Erbe. Mit 16 Treffern wurde er Torschützenkönig des Turniers.

38-Jähriger trumpft auf

Zudem brachte sich ein 38-Jähriger in Erinnerung: Sven „Zwille“ Pfalzgraf. Zwei Tore gelangen ihm im Endspiel, fünf in der gesamten Konkurrenz. „Unsere Mannschaft hat super gut gespielt übers ganze Turnier. Wir haben nicht so gut reingefunden heute, uns aber enorm gesteigert“, lobte er. Auch für die SG Hülsa blieb ein hübsches Etikett: Keeper Michael Biehle wurde zum „besten Torwart des Turniers“ gewählt. Zu Recht. „Es macht immer wieder Spaß, zum ReserveCup zu kommen“, meinte Marco Jung, dessen Team sich wehrte, so lange es möglich war. Unterdessen sorgte ein anderer Routinier dafür, dass dem VfL Philippsthal Platz drei blieb: Markus Kranz. Er traf im kleinen Finale doppelt; sein Team, das den Wettbewerb vor zwei Jahren gewonnen hatte, verkaufte sich auch dieses Mal prächtig.

Nicht zuletzt die SG Sorga/Kathus, für die Jeremy Jabren im Spiel um Platz drei traf, bestimmte den ReserveCup mit in den vergangenen Jahren. Jetzt war es nicht anders.

Gern gesehener Gast

Die meisten Zuschauer brachte sie mit, die ein Füllhorn an Emotionen lieferten. Nur im Halbfinale, da machte ihr ein „Zwischenfall“ zu schaffen. Der aber wird nichts ändern am Status eines gern gesehenen Gastes beim ReserveCup.

KOMMENTAR, ERGEBNISSE

Von Walter Kell

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