Oberliga/Frauen: Schlusslicht TV Hersfeld trifft Samstag zu Hause auf Bruchköbel

Das Hinspiel war der Horror

Neu beim TV Hersfeld: Sophie Bachmann. Foto: Kasiewicz

bad hersfeld. Heimspiel für die Frauen des TV Hersfeld in der Handball-Oberliga: Am Samstag trifft der Aufsteiger in der Geistalhalle ab 16 Uhr auf die SG Bruchköbel.

Ausgangslage: Elf Spiele liegen hinter dem Neuling aus Bad Hersfeld. Punkte sind für die Mannschaft von Trainerin Ute Berz dabei bislang noch nicht herausgesprungen. Und so empfangen die Hersfelderinnen ihre Gegnerinnen aus Südhessen als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht. Die Gäste, die wenige Kilometer von Hanau entfernt beheimatet sind, reisen als Siebter in Richtung Norden.

Das Hinspiel: Besser nicht darüber reden. Am 30. September erlebten die Hersfelderinnen ihren bislang schwärzesten Tag in dieser Saison. Mit 10:32 (!) gingen Ute Berz und ihr Team unter. Die Partie war bereits zur Pause – sagen wir mal – entschieden. Der Halbzeitstand: 18:3. „Wir haben heute einfach unterirdisch gespielt und jede Menge Lehrgeld gezahlt“, sagte Ute Berz damals gegenüber unserer Zeitung. Allerdings erst, nachdem sie wieder Worte gefunden hatte.

Der Gegner: Bruchköbel hat 11:13 Punkte auf seinem Konto. Nur drei Mannschaften haben weniger Treffer erzielt. Aber auch nur zwei Mannschaften haben weniger Tore hinnehmen müssen. Das spricht dafür, dass die Südhessinnen ihre Stärke wohl eher im Abwehr- und Rückzugsverhalten haben, als im eigenen Angriff. Ute Berz bestätigt das. „Sie leben von ihrer guten Abwehr und sind sehr unbequem zu spielen“, sagt sie. Auf allen drei Rückraumpositionen verfügen die Gäste über großgewachsene, wurfgewaltige Spielerinnen. „Auf Halbrechts und auf der Mitte spielen zwei Lettinnen, die sich auch höherklassig nicht verstecken müssten“, weiß Ute Berz. Zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen lautet Bruchköbels Bilanz nach sechs Auswärtsspielen.

Die Erwartungen: Fallen dann doch eher bescheiden aus. „Die Vorbereitung auf das Spiel ist überhaupt nicht gut“, gibt Ute Berz zu. Gezieltes Training sei aufgrund der unbefriedigenden Personalsituation in dieser Woche überhaupt nicht möglich gewesen. „Wir werden kämpfen und hoffen, ein achtbares Ergebnis zu erzielen“, sagt sie.

Personalsituation: Nachdem die Partie in Siedelsbrunn am vergangenen Wochenende verlegt werden musste, weil der TVH auf eine Handvoll Jugendspielerinnen hätte verzichten müssen, die sich auf Klassenfahrt befanden, sieht es auch diese Woche nicht besonders gut aus. Die Nachwuchskräfte kommen zwar am frühen Freitagmorgen wieder und können spielen, dafür aber sind Silvana Dathe, Johanna Drewer und Anke Fietzle erkrankt. Neu im Kader ist die 21-jährige Rückraumspielerin Sophie Bachmann, die vom Landesligisten Kirchhof II kommt.

Und so geht’s weiter: Nach der Partie gegen Bruchköbel können die Hersfelderinnen erst einmal zwei Wochenenden verschnaufen. Am 23. Februar wartet dann das Nordhessenderby bei Eintracht Böddiger.

Von Sascha Herrmann

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