Fußball-Kreisoberliga

Hessen vor der letzten Hürde

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Das Ziel vor Augen: Hersfelds Spielertrainer Roman Prokopenko (Zweiter von rechts) möchte einen Sieg in Wehrda. Konkurrent Hönebach (ganz links Andreas Jäger, in der Mitte Marius Bommer) hat Wildeck zu Gast.

Bad Hersfeld. Der Tabellenführer aus Bad Hersfeld hat es in der Hand, vor dem Hintergrund der neuen SG Festspielstadt den Sprung in die Gruppenliga zu realisieren – er besitzt die besten Aussichten des Trios im Spitzenkampf. Zwei Punkte liegt er vor den abschließenden Aufgaben vor seinen beiden Verfolgern, der FSG Bebra (jetzt gegen die als Absteiger feststehende SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain) und dem ESV Hönebach (gegen die SG Wildeck). Sämtliche acht Spiele der Liga beginnen am Samstag um 16 Uhr.

Dem Team aus Bad Hersfeld würde ein Unentschieden genügen, da es – vorausgesetzt, seine Kontrahenten gewinnen ihre Spiele –, im direkten Vergleich (es würde eine interne Tabelle der drei Teams erstellt) deutlich die Nase vorn hat.

So weit möchte es Roman Prokopenko nicht kommen lassen. Er habe sich eigentlich vorgenommen, betont Hersfelds Spielertrainer, in dieser Woche mal nichts zu sagen und sich auf das Spiel zu konzentrieren. Er kümmere sich um Fußball und um nichts anderes. Auch Gedanken um etwaige Feierlichkeiten lasse er nicht an sich ran. Nur knappe Aussagen lässt er sich entlocken. „Wir werden alles daran setzen, diesen letzten Schritt zu gehen.“

Auch die Tatsache, dass sein Team das Hinspiel Mitte August vergangenen Jahres mit 1:3 (eine von drei Saisonniederlagen; Romans Bruder Philipp traf für die Hessen – Kurz, Hanke und Hoffmann waren für Haunetal erfolgreich), beunruhigt ihn nicht. „Wir wollen gegen keine Mannschaft zweimal verlieren. Wenn wir uns ans Hinspiel erinnern, sind wir natürlich gewarnt.“

„Jungs sind ganz heiß“

Und die SG Haunetal hat den Vergleich gegen Hersfeld keineswegs schon vorher abgeschenkt. „Wir wissen, worum es geht. Unsere Jungs sind ganz heiß auf das Spiel. Jedenfalls die, die übrig sind“, verrät Trainer Senouci Allam.

Der SGH fehlen fünf Stammspieler. „Das ist gegen die Hessen eigentlich gar nicht zu kompensieren, wir wissen, dass es doppelt schwer wird“. Manche seiner Spieler seien schon in der Sommerpause, die Konzentration lasse nach. Er vergleicht die Situation mit der des Pokalfinales Bayern gegen Frankfurt. Die Bayern erwischten einen eher schlechten, die Eintracht einen sehr guten Tag.

„Wir müssen auch einen super-guten haben. Und die Hessen dürfen einen nicht so guten haben. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass der Meisterschaftskampf spannend bleibt.“ Dem Trainer, der auch in der nächsten Saison Trainer der SGH ist, sei es wichtig, dass sich sein Team vernünftig präsentiere – auch dem eigenen Anhang gegenüber. „Und wir wollen den achten Platz verteidigen. Der gehört uns.“

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