Fußball-Kreisoberliga

Hessen verlieren das Spitzenspiel in Hönebach mit 0:1

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Kampf um den Ball: Hönebachs Marius Bommer (gestreiftes Trikot) behauptet ihn hier gegen Hersfelds Spielertrainer Roman Prokopenko. Aus dem Hintergrund schaut Andreas Jäger (ESV) zu.

Hönebach. Das rasante Topduell der Fußball-Kreisoberliga zwischen dem ESV Hönebach und der SG Hessen/SpVgg. Hersfeld gewannen die Gastgeber 1:0 (0:0).

Die Gäste verzeichneten zunächst mehr Spielanteile, konnten diese aber nicht in Chancen ummünzen. In der 17. Minute hatten die Platzherren durch Kai Wollenhaupt ihre erste kleinere Möglichkeit. Doch sein Schuss ins lange Eck konnte SG-Torwart Maximillian Jung entschärfen.

Sieben Minuten später kamen auch die Gäste das erste Mal gefährlich vor das ESV-Tor. Nach Ecke von Tim Emmerich scheiterte Abwehrspieler Moritz Herbig aus sechs Metern per Kopf an ESV-Keeper Nils Katzmann. In der 30. Minute verzog Ion Morgun auf Vorlage von Marcel Katzmann nur knapp.

Durch Moritz Herbigs Ampelkarte (55.) geriet die SG in Unterzahl, was sich nicht bemerkbar machte: Die Gäste blieben häufiger am Ball, während der ESV auf Konter lauerte. In der 61. Minute setzte sich Bojan Kostadinov geschickt über die linke Seite durch, doch ESV-Verteidiger Morgun und Keeper Nils Katzmann klärten gemeinschaftlich. Im direkten Gegenzug scheiterte Marcel Katzmann auf Vorarbeit von Andreas Jäger am gut reagierenden Jung.

Nun hatten die Gastgeber Lunte gerochen. Doch Stefan Brandenstein scheiterte (65.) wie auf der Gegenseite Emmanuel Crawford, dessen strammen Schuss Katzmann parierte (70.). In der 76. Minute fiel dann der einzige Treffer des Spiels für Hönebach: Nach einem Eckball von Marcel Katzmann konnten die Gäste nicht klären, Brandenstein nutzte das zum 1:0.

Zwei Minuten später bot sich den Hersfeldern die Ausgleichschance. Nach einem Freistoß scheiterte zunächst Spielertrainer Roman Prokopenko an Nils Katzmann, und SG-Kapitän Andreas Rakk verzog den Nachschuss deutlich.

Hektik in der Nachspielzeit

In der zweiten Minute der Nachspielzeit kam noch mal richtig Hektik auf: Marius Bommer, bereits verwarnt, ging mit gestrecktem Bein zu Werke und sah die Ampelkarte. Nach dem folgenden Freistoß setzte Yasin Kahya den schwierig zu nehmenden Ball an die Latte. Der hart erkämpfte, nicht unverdiente Sieg der Hönebacher war Fakt.

ESV-Trainer Tino Jäger sagte: „Wir haben heute aufgrund des Willens gewonnen. Es ist ein sehr besonderer Sieg für die Mannschaft. Gegen einen sehr guten Gegner so eine Leistung abzurufen, ist wirklich enorm. Vor allem freut es mich für Stefan Brandenstein, der in der ersten Halbzeit unglücklich spielte und am Ende der gefeierte Mann war.“

SG-Spielertrainer Roman Prokopenko stellte fest: „Wir haben heute nicht unverdient verloren. Die Hönebacher haben nicht besser Fußball gespielt, doch sie haben uns über 90 Minuten nicht zu unserem Spiel kommen lassen. Der ESV war heute aktiver.“

ESV Hönebach: Nils Katzmann - Morgun, Ehmer, Böttcher, Bommer, Schwarz, Wollenhaupt (89. Rockenkamm), Marcel Katzmann, Budesheim, Jäger (84. Jasiulek)

SG Hessen/SpVgg. Hersfeld: Jung - Herbig, Pfalzgraf (38. Kahya), Philipp Prokopenko (54. Kostadinov), Emmerich, Roman Prokopenko, Crawford, Demir (21. Pepik), Rakk, Augustin, May.

SR: Weix (ROF);Tor: Brandenstein (76.); Gelb-Rot: Herbig (55., SG), Bommer (90+2., ESV).

Von Kevin Kunze

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