Hersfelds Handballerinnen siegen souverän

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Sina Hildebrand und der TV Hersfeld überzeugten am Samstagabend beim verdienten Heimsieg gegen Wollrode. 

Bad Hersfeld - Einen souveränen 29:22 (15:7)-Erfolg haben die Landesliga-Handballerinnen des TV Hersfeld gegen Wollrode verbucht. Das Spiel war schon zur Pause entschieden.

Zufrieden war Sabine Teichmann, als das Spiel ihrer Landesliga-Handballerinnen beendet war. Auch wenn die letzte Viertelstunde für die Zuschauer nicht mehr wirklich viel parat gehalten hatte, wollte die Trainerin kein Haar in der Suppe suchen. Die gesamte Woche hatten den TV Hersfeld Krankheitssorgen geplagt – doch am Samstagabend hat er gegen den TSV Wollrode souverän mit 29:22 (15:7) gewonnen.

„Heute Morgen hatte ich ein richtig schlechtes Gefühl, weil wir wegen Krankheit oder privaten Verhinderungen in der Woche eine mangelhafte Trainingsbeteiligung hatten“, sagte Teichmann und berichtete von der angespannten Personallage. „Ich wusste eigentlich gar nicht, wie wir heute spielen wollten, aber jetzt muss ich sagen: Hut ab! Ich hätte nicht gedacht, dass wir Wollrode so eindeutig schlagen würden.“

Von Beginn an legten die Hersfelderinnen gut los und lagen schon nach sieben Minuten 5:1 in Führung. In der 6:0-Deckung standen und verschoben sie gut, zeigten sich aufmerksam und packten ordentlich zu. Ihren Gegnerinnen gewährten sie damit kaum Chancen – schafften es im Gegenzug aber im eigenen Angriff, sich selbst zahlreiche Möglichkeiten zu erspielen. Sie fanden in der Wollröder Abwehr immer wieder Lücken und setzten sich erfolgreich durch.

Von 9:5 nach einer Viertelstunde bauten sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus und lagen fünf Minuten vor der Pause bereits mit 13:7 vorn. Auf alles, was die Gäste versuchten, hatte das Teichmann-Team die passende Antwort parat – und selbst bei „Experimenten“ zur Entlastung des Rückraums bewies die Trainerin ein glückliches Händchen. So war beispielweise Anne Manteufel, für gewöhnlich auf Außen, diesmal auch auf der Mittelposition zu finden und löste diese Aufgabe ganz unaufgeregt.

An die gute Leistung der ersten Hälfte knüpften die Hersfelderinnen auch nach dem Seitenwechsel an. Im Anschluss an die 15:7-Pausenführung kam es zwar zunächst zu einem kurzen Aufleben der Gäste, nach einer Auszeit übernahmen sie jedoch wieder die volle Kontrolle und zogen bis auf 24:12 (45.) davon. In der Folge häuften sich dann allerdings die Fehler und die Wollröderinnen fanden zurück ins Spiel. Auch wenn sie an diesem Tag eine Klasse schlechter waren, gaben sie sich bis zuletzt nicht auf und schafften es letztlich bis zum Ende, ihren Rückstand auf sieben Zähler zu verkürzen.

Zum Schluss habe man ein bisschen etwas ausprobiert und die zweite Halbzeit sei für die Zuschauer vielleicht etwas langweilig gewesen, meinte Teichmann: „Trotzdem finde ich, dass die Mädels es clever runtergespielt haben. Dafür, dass nach wie vor nicht alle fit sind, haben sie ihre Sache wirklich gut gemacht.“

TV Hersfeld: Otterbein - Manteufel 2, Teichmann 10/5, Lehr, Berg, Hoffelner, Trender, Hildebrand 1, Heinrich, Herrmann, Hedrich 5/3, Braun 6, Berk 5

SR: Schnitzer/Reiss (Fritzlar/Gensungen/F.) - Z: 60

Von Kristina Marth

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