Handball-Landesliga: Tabellenführer MT Melsungen II nach Sieg auf Meisterkurs

Hersfelder verlieren Topduell

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War mit sieben Toren bester Werfer beim TVH: Fynn Reinhardt.

Bad Hersfeld. Der Meisterschaftszug der Handball-Landesliga Nord fährt ohne den TV Hersfeld weiter.Nach dem 26:22 (14:11)-Erfolg im Topduell in der Bad Hersfelder Geistalhalle ist die zweite Mannschaft der MT Melsungen derzeit der alleinige Favorit auf den Titel und den Aufstieg in die Oberliga. Jubelnd tanzte der Spitzenreiter nach dem Schlusspiff im Kreis.

Vor knapp 500 Zuschauern waren die Hersfelder nur phasenweise ein ebenbürtiger Gegner. Melsungen beherrschte von Beginn an diese Partie und gab die Führung während der 60 Minuten nicht aus der Hand. Nur ein einziges Mal – beim Stand von 17:17 in der 40. Minute – war der Gastgeber in der Lage, auszugleichen. „Melsungen hat heute absolut verdient gewonnen“, zollte Dragos Negovan dem Gegner seinen Respekt. Chancen nicht verwertet Der TVH-Coach kam nicht umhin, auch festzustellen, dass die MT von technischen Unzulänglichkeiten der Hersfelder lebte: „Sie haben die besser ausgenutzt.“ Fehler machte sein Team vor allem dann, wenn es unter dem Beifall der Zuschauer drauf und dran war, dem Spiel eine Wende zu geben. „Dann war unsere Chancenauswertung einfach zu schlecht,“ ergänzte der Coach. Besonders einer stand an diesem Samstagabend einem Hersfelder Erfolg im Weg: Fabian Meyfarth. Immer wieder hatte der Melsunger Keeper eine Hand oder ein Bein dazwischen, wenn einer aus den Reihen der Gastgeber um Wurf ansetzte. Besonders bitter: Ausgerechnet Außenspieler Philipp Koch – er schoss den Ausgleich zum 17:17 – scheiterte gleich dreimal aus aussichtsreicher Position an ihm beim Stande von 17:19, 18:21 und 18:22. Aber selbst seine Teamkollegen wie Marco Kemmerzell, Lars Matthiessen oder Andy Kause fanden in Meyfarth ihren Meister. Es tat sich einfach keine Lücke auf. „Wir haben dann im Gegenzug einfache Tore kassiert“, stellte Negovan fest. Zum Schluss waren auf dem Statistikbogen 14 Fehlwürfe zu verzeichnen – zuviel gegen einen Hochkaräter aus der Liga. Auch Fynn Reinhardt, mit sieben Toren noch bester Torschütze beim TVH, hatte einige gute Möglichkeiten. Die MT tat aber alles, um das Hersfelder Nachwuchs-Ass, das nach der Serie den TVH verlässt und nach Baunatal wechseln wird, nicht noch mehr Treffer erzielte. Trainer Georgi Sviridenko hatte extra eine Manndeckung gegen Reinhardt beordert. Und mehrmals blockte die Abwehr mit zwei Mann in der Mitte, wenn Reinhardt zum Sprung ansetzte. Ohnehin hatten die Melsunger das Spiel sehr ernst genommen. Sogar Petr Hruby war noch einmal eingesprungen. Der Ex-Profi bestritt erst sei zweites Spiel in der Reserve in dieser Saison, erzielte aber bei diesem Einsatz vier Tore. Blaue Karte gegen Bärthel Nur einmal gab es böse Pfiffe gegen den Gast: Beim Stande von 13:15 in der 34. Minuteging TVH-Regisseur Marco Kemmerzell nach einem Faustschlag von Alexander Bärthel zu Boden. Die beiden Schiris, die sehr gut leiteten, zeigten dem Gästespieler die Rote Karte – und die blaue Karte gleich hinterher. Das heißt: Bärthel bleibt gesperrt, der Spielbericht an den Klassenleiter enthält einen Zusatz über den Vorfall.

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