Hersfelder Tim Nöding steht mit Jena im DFB-Pokalfinale

Grenzenloser Jubel in Jena: Tim Nöding (rechts außen) feiert mit seinen Mitspielern frenetisch den Siegtreffer zum 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern – und den Einzug ins DFB-Pokalfinale in Berlin. Foto: Rainer Nöding

Jena/Bad Hersfeld. Ein Hersfelder steht im DFB-Pokalfinale. Vermutlich kann Tim Nöding für sich beanspruchen, dies als Erster geschafft zu haben.

Mit der U19 des FC Carl-Zeiss Jena rang er am Samstagvormittag die Vertretung des 1. FC Kaiserslautern mit 2:1 (1:0) nieder. An Tims Seite: der Weiteröder Luis Allmeroth, der im Team des Siegers in der Innenverteidigung als Stammkraft gilt und durch die Konstanz in seinen Leistungen beeindruckt.

Das Pokalfinale steigt am 27. Mai in Berlin, Gegner des FC Carl Zeiss ist Eintracht Braunschweig, das im anderen Halbfinale beim 1. FC Köln mit 6:5 nach Elfmeterschießen gewann.

Nöding passt, Weiß trifft

Kaiserslautern, hinter Bayern München Zweiter der Bundesliga Süd, galt in Jena als klarer Favorit. Der Gastgeber aber packte an diesem Tag sein Herz aus und zeigte eine bravouröse kämpferische Leistung. Von Beginn erarbeitete sich Jena Chancen - und ging früh in Führung: Nach Nödings Pass glückte Maximilian Weiß das 1:0 nach nur drei Minuten.

Der Gast fand langsam zu sich, scheiterte aber mehrfach an Carl Zeiss-Keeper Lukas Sedlak. Und mit Beginn des zweiten Abschnitts drehte der Nachwuchs vom Betzenberg auf. Schnell gelang ihm der Ausgleich, auch das 2:1 hatte der FCK auf dem Fuß.

Jena fing sich wieder, und Kaiserslautern ließ sich vom Außenseiter, der kräftemäßig mehr zuzusetzen hatte, den Schneid abkaufen. Der Gastgeber setzte auf lange Bälle - und darauf, den zweiten Ball zu gewinnen. Der Lohn seines couragierten Auftritts stellte sich sieben Minuten vor Spielende ein, als Florian Dietz der Siegtreffer glückte. Kurz zuvor hatte Jena zwei tolle Chancen ausgelassen. Doch der Rest war Jubel.

Von Walter Kell

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