Hersfelder Handballer nehmen Revanche

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 Fynn Reinhardt (Mitte) vom TVH gelangen sechs Tore.

Bad Hersfeld. Die Revanche gegen Ost-Mosheim ist geglückt. Die Handballer des TV Hersfeld haben sich im Rückspiel der Landesliga Nord vor eigenem Publikum für das Unentschieden im Hinspiel mit einem 31:24 (18:14)-Erfolg rehabilitiert.

Die Pflichtaufgabe wurde souverän gelöst. Ausschlaggebend war der Zwischenspurt kurz vor und nach der Pause, als die Hersfelder von 13:12 (23. Minute) auf 18:14 zur Pause und dann auf 22:16 davonzogen (40.). In dieser Phase stand die Abwehr der Hersfelder goldrichtig. Sie nötigte dem Gast einen Fehlversuch nach dem anderen ab. Angesichts des Sieges, der in der zweiten Hälfte nie in Gefahr war, ließen sich die Hersfelder danach noch zu einigen Kabinettstückchen hinreißen, die mit Beifall auf der Tribüne bedacht wurden.

Kabinettstückchen

Zum Beispiel Jannis Deppes Wurf von Linksaußen ins kurze (!) Eck, wobei nicht einmal die berühmte Zeitung zwischen dem Knie von Ost-Mosheims Keeper Stephan Wicke passte. Oder Philipp Kochs fulminanter Tempogegenstoß zum 30:22. Oder die Glanzparaden von Tobi Kretz, der auch zwei Siebenmeter entschärfte, oder, oder ...

Auch wenn zum Schluss ein deutlicher Erfolg auf der Anzeigentafel prangte, wollte Dragos Negovan seiner Mannschaft diesmal keine Bestnote geben. „Es war eine ausreichende Leistung“, sagte Hersfelds Trainer. Um auch gleichzeitig anzufügen, dass die Vorbereitung nur schleppend verlaufen war.

Krankheitsbedingt fehlten im Training in den letzten Tagen Marc Förtsch, Andy Krause und Fynn Reinhardt, Lars Matthiessen musste arbeiten. Negovan: „Ich wusste am Donnerstag noch nicht, wen ich aufstellen sollte.“ nichtsdestotrotz lieferte Reinhardt auch wieder ein starkes Spiel ab. Er war mit sechs Toren zusammen mit Marco Kemmerzell (9 Tore) einer der besten Werfer.

Krause trifft per „Flinker Pfote“

Auch Kreisläufer Michael Krause überzeugt mit sechs Treffern. Einmal gelang ihm sogar mit seinem Lieblingswurf, der „flinken Pfote“ – mit dem Rücken zum Tor über die Schulter – ein Treffer. Sein Gegenüber Mario Lubadel musste Uwe Findeisen entbehren, der sich im Spiel gegen Baunatal zwei Rippen gebrochen hatte.

Der Ex-Hersfelder Jan-Uwe Berz, der sich nach seiner Zeit in Rotenburg und in Alsfeld inzwischen daran gewöhnt hat, sich in der Geistalhalle in der Gästekabine umzuziehen, führte die Niederlage seines Teams auf die vielen technischen Fehler zurück.

In Hersfeld zu verlieren, sei nicht so schlimm. „Damit mussten wir rechnen. Wenn wir hier gewonnen hätten, wären das Bonuspunkte gewesen. Unser Blick gilt dem Klassenerhalt. Unser Blick muss den kommenden Gegnern gelten.

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