Hersfelder Grasbahnrennen: Wajtknechts Wahnsinns-Ritt zum EM-Titel

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Zach Wajtknecht aus Großbritannien setzte sich beim Flutlichtrennen des MSC Bad Hersfeld in der Internationalen Soloklasse verdient die Krone auf.

Der Europameister der Internationalen Soloklasse auf der Grasbahn kommt aus Großbritannien: Zach Wajtknecht setzte sich beim Flutlichtrennen des MSC Bad Hersfeld die Krone auf.

Im Finale feierte der 21-jährige Brite einen Start-Ziel-Sieg und sicherte sich auch „die Goldene Lullusglocke der Stadt Bad Hersfeld“. Wajtknecht fegte im Hersfelder Dauer-Nieselregen über die Bahn, als sei der Teufel höchstpersönlich hinter ihm her. Seinem Landsmann Paul Hurry und dem Dänen Kenneth Kruse Hansen blieben nur die Plätze zwei und drei.

Kruse Hansen hatte in den vier Vorläufen mit vier Siegen und der Höchstpunktzahl von 20 geglänzt. Nur Wajtknecht (18) und der Brite James Shanes (18) konnten da annähernd Schritt halten.

Shanes, der von Experten als großer Favorit gehandelt wurde, hatte dann vor dem Start des Finales Pech – er berührte mit dem Vorderrad das Startband und wurde disqualifiziert. So gingen letztlich nur fünf Fahrer ins Finale um den EM-Titel: Wajtknecht, Hurry, Kruse Hansen sowie die Briten James Wright und Paul Harris, die Vierter und Fünfter wurden. Oder anders gesagt: der Däne Kruse Hansen gegen Großbritannien wie es Streckensprecher Lars Klimek treffend formulierte.

Daumen hoch: Rennleiter Dennis Schäfer vom MSC Bad Hersfeld.

Gut 2000 Motorsportfans sahen an der vom MSC großartig präparierten Grasbahn spannende Rennen – aber auch einige Stürze. Zwei Stunden lang begleitete leichter Dauerregen die Fahrer. So erwischte es unter anderem den deutschen Routinier Bernd Diener (60), der im dritten Vorlauf ausschied.

Überhaupt war es so gar nicht der Tag der deutschen Fahrer: Christian Hülshorst war als Dreizehnter noch der Beste des Quartetts, zu dem Nachrücker Stephan Katt (15.), Diener (17.) und Max Dilger (19.) gehörten.

Den Sieg der vier I-Seitenwagen-Duos feierten die Geschwister Manuel Meier/Melanie Schrempp. Bei den B-Lizenz-Seitenwagen setzten sich Jan Kempa/Sina Stickling souverän durch. Marcel Sebastian war der Beste der B-Lizen-Solisten vor dem 54-jährigen Heringer Mike Todt.

Grasbahnrennen: Wajtknecht hat im Finale die Nase vorn

Elona Schäfer-Hablesreiter, die Vorsitzende des MSC Bad Hersfeld, bedankte sich in einem ersten Statement bei allen Fahrern und den vielen, fleißigen Helfern. „Ich bin froh, dass wir alles gut über unsere Bahn bekommen haben. Es war ein super Abend“, freute sie sich sichtlich erleichtert.“ 

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