Basketball-Bezirksliga: 44:43-Erfolg für Titans

Hersfelder froh über Zittersieg

Julian Odeh (links) steuert insgesamt neun Punkte zum Sieg der Titans bei. Foto: 

Bad Hersfeld. Mit einem denkbar knappen Sieg sind die Bezirksliga-Herren der TV Hersfeld Titans in das neue Basketball-Jahr gestartet. In eigener Halle setzten sich die Hersfelder mit einem Zähler durch und schlugen die ACT Kassel III 44:43 (24:22). Damit rücken sie in der Tabelle vor den Gegner und belegen nun den dritten Platz.

Schon das Ergebnis lässt es erahnen: Beide Teams taten sich nach der langen Winterpause schwer. Während die Defensivarbeit auf beiden Seiten im Großen und Ganzen passte, lief es offensiv nicht rund. Vor allem bei den Hersfeldern war die Punkteausbeute ungewöhnlich niedrig, im Schnitt erzielten die Titans zuvor rund 67 Zähler pro Partie.

Der Ausfall von Sebastian Kautzsch und Daniel Hopp, zweier Stützen der vergangenen Jahre, sechs Wochen Pause ohne Spiel, oder durch mangelnde Trainingsbeteiligung fehlende (Wurf-)Routine – über die Gründe für die stotternde Offensive wurde schon kurz nach dem Schlusspfiff spekuliert. Recht nüchtern gab sich Trainer Alai Barite: „Wenn man die Jungs nicht im Training hat, brauchen wir um nichts herumreden“, sagte er und meinte: „Das Ergebnis war so zu erwarten.“

Zu hektisch

Bis zur Halbzeitpause hatte mal die eine, mal die andere Mannschaft die Nase vorn. Nach dem Seitenwechsel schien sich das Blatt dann jedoch zugunsten der Titans zu wenden. Durch einige schöne Angriffe, in denen sie mit Tempo und Übersicht agierten und mit Spielzügen versuchten, gute Abschlüsse zu kreieren, spielten sie sich innerhalb weniger Minuten einen Vorsprung von 14 Zählern heraus.

Spielerwechsel, Hektik und zu viele Fehler führten dann jedoch zu einem Bruch und so blieben die Titans am Ende des dritten Viertels mehr als vier Minuten lang ohne einen einzigen Punkt. Zu Beginn des Schlussabschnitts war ihr Vorsprung somit bis auf fünf Zähler geschrumpft und auch innerhalb der nächsten Minuten konnten sie diesen Negativlauf nicht stoppen. Zum Verhängnis wurde ihnen nun vor allem ihre schlechte Freiwurfquote: Von 22 im Schlussviertel gegebenen Würfen fanden lediglich fünf den Weg ins Ziel.

Als Konsequenz dieser Hersfelder Schwäche glichen die Kasseler drei Minuten vor dem Ende aus und es entwickelte sich eine Schlussphase, in der Sekunden fast wie Minuten erschienen. Nach einem weiteren Korb für die Gäste gingen die Gastgeber wieder mit einem Punkt in Führung und ließen sich diesen hauchdünnen Vorsprung bis zur Schlusssirene nicht mehr nehmen.

TVH: Khemliche 4, F. Bickhardt 1, T. Bickhardt, Lißner 8, Löwen, Mann 6, Odeh 9, Pilotto, Schmied 12, Tatiev 2, Trickovski 2, Weizel

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