Hersfelder Frauenteam trifft auf Spitzenreiter 

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Die Abwehrspielerinnen anfeuern: Auf Torhüterin Iris Otterbein kommt am Sonntag viel Arbeit zu.

Die  Handball-Frauen des TV Hersfeld werden es schwer am Sonntag gegen Landesliga-Spitzenreiter Fritzlar haben.

Erneut geht es gegen einen schweren Gegner: Nach der ersten Auswärtsniederlage im neuen Jahr in Twistetal sehen die Handballerinnen des TV Hersfeld dem Heimspiel gegen Spitzenreiter Fritzlar II entgegen. Die Partie wird am Sonntag um 16 Uhr in der Geistalhalle ausgetragen.

Es ist ein Duell zweier ungleicher Mannschaften. Von der Platzierung – Hersfeld ist Sechster – ist es vielleicht ein Topduell gegen den Tabellenführer. Aber nicht nur von der Punktzahl trennen beide Mannschaften Welten, sondern auch von der Spielweise. Während die Gastgeberinnen mit 14:12 Zählern gerade mal so im Plusbereich liegen, besitzt Fritzlar ein Punktekonto von 23:3 Zählern. Nur ein Unentschieden und eine knappe Niederlage schlugen zu Buche – das sagt viel aus. Der TV Hersfeld war im Hinspiel allerdings ein fast ebenbürtiger Gegner. Erst 17 Sekunden vor Schluss gelang den Gastgebern in einer ausgeglichenen Partie der Siegtreffer zum 29:28. „Wir waren dicht vor einer Überraschung“, erzählt Sabine Teichmann. „Das wird wohl im Rückspiel am Sonntag nicht der Fall sein.“ Ihrem Gegenüber Gunnar Kliesch zollt die TVH-Trainerin großes Lob: „Der macht das sehr gut.“ Teichmann fehlt vor allem das Personal. Im Hinspiel war zum Beispiel Hannah Berk noch beim TVH. Die 16-Jährige wechselte in der Weihnachtspause im Seniorenbereich nach Fritzlar, wo sie allerdings ausschließlich in der ersten Mannschaft spielt. Im Jugendbereich ist sie weiterhin beim TVH aktiv, wo sie sich vergangenen Sonntag aber im Topduell gegen Dittershausen/Waldau/Wolfhagen wahrscheinlich eine Gehirnerschütterung zuzog. „Das sah sehr schlimm aus“, sagt Teichmann, die sich das Spiel angesehen hatte. „Ich denke mal, sie muss eine Pause einlegen.“ Offen beim TVH ist auch der Einsatz von Anna-Lena Hoffelner, die am vergangenen Sonntag einige Stunden auf dem Zahnarztstuhl verbringen musste, nachdem sie am Tag zuvor in Twistetal drei Schneidezähne verloren hatte. Obendrein hat sich Alina Hugo aus beruflichen Gründen abgemeldet und Lisa-Marie Berz muss in München spielen. Auf die Torhüterinnen Iris Otterbein und Lea Hollstein wird also viel Arbeit zukommen. Teichmann: „Für uns geht es darum, die Niederlage so knapp wie möglich zu halten.“

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