Handball-Landesliga 

Hersfelder erwarten ein heißes Duell in Hünfeld 

+
Hier geht’s zur Sache: Der Hersfelder Hristijan Remenski (links) w ird in dieser Szene in die Mangel genommen. Auch am Samstag in Hünfeld erwartet den TVH vermutlich ein heißes Duell.

Es ist Derbyzeit in der Handball-Landesliga Männer: Der TV Hersfeld tritt am Samstagabend (18.30 Uhr) beim Hünfelder SV an.

Oder anders ausgedrückt: Der Tabellenvierte gastiert beim Neunten.

Hünfeld ist in eigener Halle ein starker Kontrahent. Alle acht ihrer 8:12 Punkte haben sie bislang zu Hause geholt. „Uns erwarten eine volle, laute Halle und eine gute Mannschaft, die Tempo-Handball spielt“, weiß Hersfelds Trainer Christian Weiß. Und Hünfelds Coach Holger Hölzinger sagt: „Mit der Rivalität von früheren Zeiten sind das immer hitzige Duelle, da knistert es. Für den Verein ist das ein großes Derby.“

Nur gegen den Dritten Baunatal zogen die Hünfelder zu Hause den Kürzeren. Zweimal gelangen ihnen schon mehr als 40 Treffer. Am vergangenen Wochenende gegen Bettenhausen gab es in der Hünfelder Kreissporthalle ein Scheibenschießen: 45:40 (!) endete die turbulente Begegnung.

Das allerdings betrachtet Weiß mit gemischten Gefühlen. „Die einen sprechen von einer Torfabrik wegen der 45 Treffer. Aber 40 Gegentore würden mir als Trainer auch nicht gefallen“, stellt er klar.

Auf alle Fälle ist wohl auch am Samstagabend ein torreiches Duell zu erwarten, denn Hünfeld hat die zweitmeisten Treffer nach Spitzenreiter Großenlüder erzielt – aber nur drei Mannschaften haben mehr Gegentreffer hinnehmen müssen. „Das sagt einiges über ihre Abwehrarbeit aus. Aber wir müssen unser Spiel spielen und sie möglichst wenig Gegenstöße laufen lassen“, so Weiß. Hünfelds Felix Kircher führt mit 93 Treffern die Torjägerliste der Landesliga an. Fabian Sauer (72) ist Vierter, Jannik Bachus (69) Sechster. Auf Rang zehn folgt mit Andreas Krause (56) der beste Hersfelder.

Der TVH hatte seinen Anhang zuletzt in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt. Mehr als 40 Minuten dauerte es am Samstag in der Geistalhalle, bis der Knoten gegen Aufsteiger Eschwege endlich geplatzt war. Am Ende stand ein umjubelter, deutlicher 40:33-Erfolg. Weiß erwartet diesmal ein ähnliches heißes Duell und hofft deshalb auch, dass sich möglichste viele Anhänger des TVH auf den kurzen Weg nach Hünfeld machen. „Wir waren auswärts ja noch nicht so wirklich stabil. Wir brauchen deshalb am Samstag auch die Unterstützung der Zuschauer“, sagt der 40-Jährige. Personell sah es zuletzt überhaupt nicht gut aus bei den Hersfeldern. „Wir hatten mehr Links- als Rechtshänder im Training“, berichtet der Coach und muss lachen.

Mittlerweile aber seien wieder alle Spieler an Bord. Auch Lasse Reinhardt, den es zuletzt immer wieder hart getroffen hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare