Hersfelder Basketballer siegen überraschend

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Den Blick nach oben gerichtet hat der Hersfelder Marcel Schmied, der 16 Punkte zum Sieg der Titans gegen Baunatal beisteuerte. 

Die Basketballer der TV Hersfeld Titans setzten sich gegen Bezirksliga-Konkurrent KSV Baunatal durch. In eigener Halle gewannen sie überraschend klar mit 78:59 (33:30).

Dass es ein so deutlicher Erfolg werden würde, hätte im Vorfeld wohl niemand geglaubt. Denn die Baunataler waren bis dato ungeschlagen und zu Beginn entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beide Teams hatten Schwierigkeiten, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, was zum Teil auch mit der recht kleinlichen Linie der Schiedsrichter zusammenhing. „Dadurch, dass immer wieder Fouls gepfiffen wurden, waren allen irgendwie die Hände gebunden. Das hat dem Spiel nicht gutgetan“, stellte Alai Barite im Nachhinein klar.

Hatte der Titans-Trainer etwas zu kritisieren, war es neben diesem noch ein weiterer Aspekt: „Es ist uns zwar gelungen, die freien Männer zu finden und zu Punkten zu kommen“, sagte er. „Dennoch haben wir uns dann selbst in die Bredouille gebracht, weil wir die Absicherung immer wieder vergessen und den Gegnern somit leichte Punkte ermöglicht haben.“ Nach 19:21-Rückstand nach dem ersten Viertel lief dies mit zunehmender Spieldauer jedoch besser. Vor allem in der Verteidigung zeigten sich die Titans nun wachsam und konsequent und hielten selbst den starken Baunataler Center unter Kontrolle, den Barite im Vorfeld scherzhaft mit einem Sumoringer verglichen hatte. So entschieden sie das zweite Viertel 14:9 für sich und gingen mit einer knappen Führung in die Pause.

Während die Hersfelder auch nach dem Seitenwechsel an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen konnten und stets bemüht waren, dem Spiel ein möglichst hohes Tempo zu geben, offenbarten die Gäste mit zunehmender Dauer konditionelle Probleme. Dass sie dann am Ende des dritten Viertels von einer Zonen- auf eine Manndeckung wechselten, spielte den Titans zusätzlich in die Karten. Im letzten Abschnitt gelang es ihnen sogar zweimal, einen 10:0-Lauf hinzulegen - und ihr Trainer zeigte sich entsprechend zufrieden.

„Am Ende kam ein wenig Hektik auf, aber wir haben das insgesamt gut gemacht“, sagte er und freute sich darüber, dass alle im Kader trafen. Für einen Spieler verteilte er sogar ein Extralob. Jonas Ramadanovic habe das Spiel absolut durchdacht gelenkt: „In dem Alter einen solchen Überblick zu haben, die Mitspieler gut einzusetzen und dann auch selbst noch so zu punkten - da kann ich nur sagen: Alle Achtung!“.

TVH: Ramadanovic 27, Echtermeyer 2, S. Sahin 8, Schmied 16, Zivkovic 13, Rasuli 1, Eiden 8, Okoli 2, Alkulani 1

Von Kristina Marth

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