Handball-Landesliga

TV Hersfeld erwartet TG Rotenburg: Mit dem Derby ins neue Jahr

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Szene aus dem Hinspiel im September: Damals setzte sich Hersfeld um Andreas Krause (links) gegen die TG Rotenburg – hier Maurice Reyer – mit 28:26 durch. 

Das Jahr beginnt für die Handballfans mit einem Kracher: Am Samstag treffen die Männer-Landesligisten TV Hersfeld und TG Rotenburg aufeinander. Anwurf: 18.30 Uhr, Geistalhalle.

Vier spielfreie Wochen sind vorbei – jetzt geht’s mit Vollgas weiter. Und gleich mit einem Derby. Vor dem Duell mit dem Nachbarn TG Rotenburg (Samstag, 18.30 Uhr) muss Christian Weiß, der Trainer des TV Hersfeld, keinen seinen Spieler besonders motivieren. Die Begegnung mit dem Dauerrivalen aus dem Kreis haben seit jeher ihre Eigendynamik und sind immer voller Emotionen und heiß umkämpft.

So wie das Hinspiel im September, das der TVH aufgrund der größeren Cleverness in den Schlussminuten für sich entschied und aus einem 24:26 einen 28:26-Erfolg machte. „Über Motivation müssen wir vor diesem Spiel nicht sprechen. Das ist richtig“, sagt Christian Weiß. Man habe die „Weihnachtsspeck-Pause“ hinter sich gelassen und schon wieder 14 Tage ordentlich trainiert. „Alle sind mit großem Einsatz dabei und wollen wieder spielen“, berichtet der 40-Jährige.

Vier Siege waren den Hersfeldern zum Ende des Jahres gelungen. Lohn dafür ist der Sprung auf den zweiten Tabellenplatz hinter dem souveränen Überflieger Großenlüder/Hainzell, der bislang alle 13 Saisonspiele gewonnen hat. Die Gäste haben fünf ihrer letzten sieben Spiele für sich entschieden – ließen sich aber beim letzten Auftritt des alten Jahres von Hünfeld mit 27:37 düpieren.

„Wir müssen uns nicht verrückt machen“, sagt TGR-Trainer Robert Nolte. „Wir haben eine Riesen-Vorrunde gespielt und 16 Punkte, die uns keiner mehr nimmt. Wir fahren mit breiter Brust nach Hersfeld.“

Nach der knappen Hinspiel-Niederlage würden die Rotenburger jetzt den Spieß gerne herumdrehen. Dazu müsse aber einiges zusammenkommen, sagt Robert Nolte, den der Ausfall seines Rechtsaußen Petar Cutura schmerzt. Der Serbe musste Urlaub nehmen und weilt mit seiner Familie in der Heimat. Ihn soll der junge Lukas Günther vertreten, dem dies schon einmal sehr gut gelungen ist.

„Das wird sicher ein enges Spiel am Samstag. Rotenburg ist körperlich robust und spielt im Angriff schnörkellos. Da müssen wir mit Tempo agieren und schnell ins gebundene Spiel kommen“, sagt Weiß. Zudem gelte es, Rotenburgs Torjäger Boze Balic und Spielmacher Martin Harbusch so gut wie möglich in den Griff zu bekommen. Während Lukas Berger mit seinem Kreuzbandriss die komplette Saison ausfällt, hat sich Mark Petersens Knieverletzung als nicht ganz so schlimm erwiesen. Einsatzfähig ist der Linkshänder aber auch noch länger nicht.

Rotenburgs Coach Robert Nolte bescheinigt vor allem den jungen Hersfelder Spielern eine gute Entwicklung. Der stark besetzte Kader hätte bewiesen, dass er auch Ausfälle von Leistungsträgern verkraften könne. Und gerade vor eigenem Publikum sei der TVH eine Macht. „Ich denke aber, dass Hersfeld auch Respekt vor uns hat“, sagt Nolte.

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