Frust konnte man an Gesichtern ablesen 

Hersfelder Handballer freuen sich auf die Pause 

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Christian Weiß, Trainer des TV Hersfeld

Den Frust konnte man den Handballern des TV Hersfeld nach der 29:32-Niederlage im Spitzenspiel der Landesligag egen Großenlüder am Gesicht ablesen.

Sie hatten gerackert und gekämpft, standen aber zum Schluss doch nur mit leeren Händen da. Tobias Kretz fand als Erster Worte. „Jeder hat heute gekämpft, ist bis an die Schmerzgrenze gegangen“, sagt der Torhüter. „Aber gegen Großenlüder kannst du ganz schwer verteidigen.“ 

Der Keeper, der mit seinen Paraden maßgeblich an der Führung seiner Mannschaft in Hälfte eins beteiligt war, hätte gern noch ein paar Bälle gehalten. Mehrmals war er dran, dann zappelte die Kugel doch im Netz. Kretz: „In einem Topduell kommt es auf Nuancen an. Die geben dann den Ausschlag.“

Trefferquote in der Schlussphase entscheidend

Für Christian Weiß war die etwas schwächere Trefferquote seines Teams in der Schlussphase entscheidend: „Wir haben 52 Minuten lang ein gutes Spiel gezeigt, haben super gekämpft“, lobte der Trainer des TV Hersfeld seine Mannen. „Aber zum Schluss haben wir auch die Ballverluste des Gegners nicht nutzen können.“ So hatte Philipp Koch beispielsweise auch Pech, als er zweimal an der Latte scheiterte.

Zufrieden war der Trainer dagegen mit Jonas Rübenstahl. Das Talent führte auf der Mitte-Position souverän Regie und setzte seine Teamkollegen sehr gut ein. Unzufrieden war er dagegen mit der Schiri-Leistung. „Die war eines Topduells nicht würdig. Da waren einige Zeitstrafen gegen uns, die so nicht haltbar waren.“ 

Topteam der Liga 

Die Schuld an der Niederlage wollte aber auch er den Referees nicht zukommen lassen. „Dafür war Großenlüder zu stark. Sie sind nicht umsonst das Topteam der Liga.“ Vielleicht wäre am Samstag etwas gegangen, wenn die TVH-Spieler auf der Ersatzbank fitter gewesen wären. „Ich war ja heilfroh, als sich Lasse Reinhardt gemeldet hatte und sagte, dass er spielen konnte“, erzählt Weiß. 

Der Rückraumschütze war durch einen Muskelfaserriss am rechten Daumen gehandicapt. „Ich hab’ den Finger gefühlt zehnmal getapt bekommen“, gestand Reinhard. Auch Marc Förtsch und Michael Krause waren noch nicht richtig fit, sodass Weiß fast 40 Minuten lang die erste Sieben durchspielen ließ.

Coach freut sich über freies Wochenende 

Der Coach ist froh, dass jetzt ein spielfreies Wochenende ansteht. „Dann können wir endlich unsere Wehwehchen auskurieren.“ Erst am 24. November müssen die Hersfelder wieder auf Punktejagd gehen – dann geht es nach Wehlheiden. Während die Gäste mit dem Erfolg weiter verlustpunktfreier Spitzenreiter bleiben, führt der TVH als Fünfter das Mittelfeld an. „Keine Angst“, tröstete Großenlüders Trainer Joachim Burg. „Ich bin mir sicher, der TVH wird wieder vorn angreifen.“ Denn die Spitze liege eng zusammen. „Da kann jeder jeden schlagen, das hat das Resultat des zweiten Verfolgerduells zwischen Körle und Fuldatal gezeigt.“

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