Fußball-Gruppenligist SVA Bad Hersfeld steht zwei Spieltage vor Schluss unter Druck

Heißer Saisonendspurt

Verlässt den SVA in Richtung Hünfeld: Mittelfeldspieler Nils Wenzel (vorn). Foto: Eyert/Ar

Bad hersfeld. Wichtige Wochen stehen im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Gruppenliga bevor. Die letzten zwei Spieltage sind entscheidend: Welche Mannschaften steigen in die Kreisoberliga ab? Und wer behält die besseren Nerven?

Die Zweite von Borussia Fulda, die freiwillig zurückzieht, steht schon als erster Absteiger fest. Der Tabellenletzte Haimbacher SV ist fast abgeschlagen. So entscheidet der Dreikampf – zwischen Schlitzerland, Kerzell und dem SVA Bad Hersfeld – wer als drittes und letztes Team die Gruppenliga verlassen muss. Alle drei Mannschaften haben 28 Punkte auf dem Konto.

Nach der Niederlage gegen Künzell muss Asbach auch vor dem schweren Auswärtsspiel bei Britannia Eichenzell (Sonntag, 15 Uhr) weiter zittern und hoffen. Auf die Frage, ob man nervös sei, antwortet SVA-Trainer Fabian Kallée: „Es ist keine neue Situation für uns. Es geht uns die ganze Rückrunde so, dass jeder Punkt zählt. Aber zwei Spieltage vor Schluss ist es umso härter.“

Der nächste Gegner ist ausgerechnet der Tabellendritte aus Eichenzell. „Wir dürfen nicht spielen wie in der ersten Halbzeit gegen Künzell. Da haben jeglicher Mut und jegliche Aggressivität gefehlt. Mein Team muss die Leistung der zweiten Halbzeit mitnehmen, wo wir bereit waren und den Gegner nicht ins Spiel kommen ließen.“

In Johannesberg gepunktet

Es scheint aber auch nicht unmöglich Punkte gegen Eichenzell zu holen, zumal Asbach gegen Tabellenführer Johannesberg kurz vor einer Sensation stand. Das weiß auch Kallée: „Wir haben gezeigt, dass wir auswärts gegen Spitzenteams mithalten können. Aber auch wenn wir keine Punkte holen, dann können wir das im nächsten Spiel reparieren, aber das wollen wir nicht. Auch wenn der direkte Vergleich klar für uns spricht.“

Direkter Vergleich im Fokus

Während Kerzell und Asbach zuletzt verloren, hat Schlitzerland aus seinen zwei Spielen am Wochenende vier Punkte geholt und von den Patzern der direkten Konkurrenten profitiert. Sollten alle drei Teams am letzten Spieltag punktgleich sein, zählt der direkte Vergleich – der klar für Asbach spricht.

Im letzten Spieltag empfängt der SVA dann Bronnzell. Auf die Frage, ob es entscheidend sei für seine junge Mannschaft zu Hause zu spielen, sagt Kallée: „Vieles hängt vom Kopf ab. Die jüngeren Spieler müssen Lockerheit bewahren. Das gebe ich ihnen auch mit.“

Am Sonntag muss Kallée wahrscheinlich auf die angeschlagenen Stephan Wiegand und Lukas Müller-Siebert (beide Schulterverletzung) verzichten. Desweiteren könnte Christoph Wiegand fehlen, der am Training nicht teilnehmen konnte. „Ich hoffe, dass Stephan Wiegand und Lukas Müller-Siebert fit werden. Stephan Wiegand ist einer der wichtigsten Spieler der Rückrunde.“

Wenzel nach Hünfeld

Mittelfeldspieler Nils Wenzel wird den SVA am Saisonende verlassen und sich dem Verbandsligisten Hünfelder SV anschließen. Der 20-Jährige hat in seiner ersten Saison bei den Senioren bislang achtmal getroffen und ist zweitbester Torschütze des SVA.

Von Adriana De Salvo

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