Hallenfußball: FSG Hohenroda gewinnt 24. Auflage des ReserveCups beim TSV Ransbach

Heinemann trifft per Heber

Jubel bei den Siegern: Die FSG Hohenroda triumphierte bei der 24. Auflage des ReserveCups. Im Endspiel setzte sie sich mit 3:2 gegen die SG Sorga/Kathus durch. Hier freuen sich, von links: Robin Rudolph, Albert Jakwerth, Stefan Brandenstein, Marvin Brandau, Patrick Schleinig. Foto: Eyert

Ransbach. Patrick Lorenz hatte leichtes Spiel. „Das wird ein Gipfel-Finale“, sagte der Trainer der FSG Hohenroda vor dem letzten Spiel des 24. ReserveCups beim TSV Ransbach. Er traf den Nagel auf den Kopf – was sportlichen Gehalt, Stimmung und Atmosphäre betraf. Mit 3:2 siegte sein Team im Endspiel gegen die SG Sorga/Kathus. Die FSG fügte dem Triumph vor zwei Jahren einen weiteren hinzu – und schrieb ihre Erfolgsgeschichte der jüngeren Vergangenheit fort.

Beide Finalteilnehmer durchlebten das, was bei Hallenfußballturnieren äußerst hilfreich ist: Sie starteten eher zäh in ihrer stark besetzten Zwischenrunden-Gruppe – auch da setzte sich Hohenroda in einem Kampf auf Biegen und Brechen mit 3:1 durch – steigerten sich in Viertel- und Halbfinale kontinuierlich und trafen anlässlich ihres Höhepunktes erneut aufeinander.

Mit Leidenschaft

Im heiß umkämpften Duell brachten Tobias Nensel und Stefan Brandenstein, wichtigste Figur seines jungen Teams, die FSG zeitig in Front. Es spricht für den sich leidenschaftlich zur Wehr setzenden Kontrahenten, dass er zu keiner Sekunde klein beigab.

Und Sorga/Kathus verkürzte: Nach Daniel Christians kurzem Zuspiel traf Witali Bertram flach ins lange Eck. Hektik zog ein. SG-Keeper Erik Hedrich hielt sein Team im Spiel; beide Teams trafen in der spannenden Auseinandersetzung das Aluminium: Nensel hier, Raiko Hentschel dort. Ehe Felix Heinemann, mit 16 Toren bester Schütze des Turniers, zeigte was in ihm steckt: Mit Verstand und Feingefühl hob er die Kugel über Hedrich zum 3:1 ins Netz.

Zwei Überraschungsteams

Noch immer gab sich Sorga/Kathus nicht auf: FSG-Torwart Thomas Mumberg rettete gegen Christian – und 14 Sekunden vor Spielende ergab Alex Görzens Flachschuss das 2:3. Intensiv verlief das Endspiel, und es kostete Nerven.

Den dritten Platz belegte der 1. FC Gruben. Im Duell zweier Überraschungsteams vom Hünfelder Land gewann Gruben mit 4:1 nach Neunmeterschießen gegen den SV Roßbach. Gruben hatte von sich reden gemacht, als es zwei Favoriten besiegte: In der Zwischenrunde sprang ein Erfolg gegen Vorjahressieger Philippsthal heraus, im Viertelfinale musste das zuvor überzeugende Niederaula/Hattenbach dran glauben.

Herausragender Einzelspieler beim 1. FC Gruben: Der Ex-Hohe Lufter Juri Hermann. Zwölf Tore gelangen ihm im Wettbewerb – eines schöner als das andere. „Das ist top und überraschend. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet“, sagte er zum Abschneiden seines Teams, das sich im Halbfinale bei der hohen Niederlage gegen Hohenroda selbst aufgab. Andrej Arendt, das „ewige Talent“, musste nach einer Verletzung am Oberschenkel frühzeitig ins Tor.

Bei der Siegerehrung tanzten alle vier Teams ausgelassen vor Freude. Auch Patrick Lorenz lachte innerlich. Sein Tipp traf vollends zu.

ARTIKEL UNTEN HALLENFUSSBALL IN ZAHLEN

MORGEN MEHR

Von Walter Kell

Kommentare